Rebland-SG gewinnt Derby in Sinzheim

Baden-Baden (moe/brax) – Die „Hölle des Südens“ blieb am Sonntag kalt. Eiskalt sogar, denn Phönix Sinzheim verlor in der Handball-Südbadenliga das Derby gegen eine starke SG Steinbach/Kappelwindeck

Das tut richtig weh: Tim Schreck (links) und seine Rebland-SG fügen den Sinzheimern um Yannick Bischoff eine empfindliche Derbyniederlage zu. Foto: Frank Vetter

© fuv

Das tut richtig weh: Tim Schreck (links) und seine Rebland-SG fügen den Sinzheimern um Yannick Bischoff eine empfindliche Derbyniederlage zu. Foto: Frank Vetter

Vor 250 Zuschauern musste sich Phönix Sinzheim sang- und klanglos mit 26:33 geschlagen geben. Keinen Sieger gab es im Topspiel Erster gegen Zweiter: Helmlingen und MuKu trennten sich 30:30.

Phönix Sinzheim – Steinbach/Kappel. 26:33.

Im Gegensatz zum 25:23-Hinspielsieg zeigte Phönix am Sonntag in der Fremersberghalle eklatante Schwächen in allen Mannschaftsteilen und Trainer Kalman Fenyö nahm nach der Partie auch kein Blatt vor den Mund: „Steinbach war uns in allen Belangen überlegen. Wir waren nie in der Lage dagegenzuhalten. Wir sind derzeit in einer schwierigen Lage und müssen die Talfahrt irgendwie stoppen.“ Große Zufriedenheit strahlte hingegen SG-Coach Sigurjon Sigurdsson aus: „Wir sind immer hungrig geblieben und waren auch nach der Schwächephase in Halbzeit zwei zielstrebig.“
Während die Gäste von Beginn an hellwach waren und nur ganz wenige Fehler machten, fehlte den „Feuervögeln“ oft die zündende Idee, wurden die Angriffe zu langsam vorgetragen. Steinbachs Abwehr stand meist wie eine Mauer, aus der Tim Schreck herausragte. Er war aber nicht nur der Abwehrorganisator, sondern mit neun Toren auch bester Torschütze. Er profitierte von klugen Anspielen an den Kreis, meist von Fabian Braun oder Stefan Schmitt. Und dann erwischte auch noch Keeper Ferdi Forcher einen Sahnetag und war maßgeblich daran beteiligt, dass sein Team in Halbzeit eins ständig in Führung lag. Daran konnte auch Valliere Kirschner nichts ändern, der bei seinem Comeback in Team eins lediglich Kurzeinsätze erhielt. Von 13:11 (26.) schraubten Christian Gemeinhardt, Schreck, Keller und Braun den SG-Vorsprung zur Pause auf 17:12. Die SG zeigte auch nach der Pause die reifere Spielanlage. Und da das Sinzheimer Spiel auch weiterhin fehlerhaft war, baute die SG durch Schreck ihren Vorsprung auf 24:15 (41.) aus. Damit war die Partie natürlich vorzeitig entschieden, wenngleich die Hausherren eine Schwächeperiode der SG dazu nutzten, den Rückstand etwas zu verkürzen.
Tore für Phönix: Melcher 7/2, Winogrodzki 4/2, Dienel, Mügendt je 4, Reck, Rumpf je 2, Eisele, V. Kirschner, Vogel je 1 – SG Steinbach: Schreck 9, Keller 6, Schmitt 5, J. Höll 4, Braun 4/2, Gemeinhardt 3, Schlageter 2.

TuS Helmlingen – Muggensturm/Kupp. 30:30.

Mike Reichenberger bewies Nerven aus Stahl: Die Uhr war bereits abgelaufen, als der Spielführer des TuS an die Siebenmeterlinie trat. Der Linkshänder blieb cool, verwandelte vom Punkt und sicherte seinem Team das umjubelte Remis, durch das Helmlingen die Tabellenführung vor MuKu behaupten konnte. Die Gäste, bei denen Lars Crocoll passen musste, dominierten die erste Hälfte und führten klar mit 15:7 (25.), doch der TuS robbte sich zur Pause auf 12:16 heran. Nach dem Wechsel lief bei MuKu zunächst kaum noch etwas, Helmlingen ging sogar mit 17:16 (37.) in Front – nur um das Spiel erneut aus der Hand zu geben: Beim 24:28 (55.) sah MuKu wie der sichere Sieger aus, doch Helmlingen schlug erneut zurück – und bejubelte tatsächlich noch einen Zähler.
Tore für TuS: Horn 6, Müller, J. Schmitt je 5, Meyer 4, M. Reichenberger 4/3, L. Schmitt 3, Zimmer-Zimpfer, Lasch, Hirtz je 1 – für MuKu: Unser, Grieb je 6, Holler 5, Hörth, Charles je 4, Hemmer 2, Hofmann 2/1, Reuter 1.

HGW Hofweier – TVS Baden-Baden II 32:25.

„Meiner Meinung nach war Hofweier nicht viel stärker“, sagte TVS-Coach Frank Schulmeister, „aber entschlossener vor dem Tor.“ Die Anfangsphase war ausgeglichen (5:5/10.), dann setzte sich der HGW etwas ab (8:5/13.), der TVS ließ einige Chancen liegen und lief bis zur Pause (16:11) dem Rückstand hinterher. Nach dem Wechsel kämpften sich die Gäste auf ein Tor heran (22:21/45.), agierten in Überzahl dann aber überhastet. Vier HGW-Tore zum 26:21 (50.) brachten die Vorentscheidung.
Tore für HGW: Bächle 9/1, Knezovic 9/2, Hackhofer, Volk je 3, Mattes, Stocker je 2, Wildt, Blasius, Schade, Lauppe je 1 – für TVS: Bornhäußer 8/2, P. Schulz 5, M. Schulz, Kraus je 4, Grimm 2, Hable, Holfelder je 1.

Ihr Autor

BT-Redakteur M.Hirn und BT-Mitarbeiter W.Braxmaier

Zum Artikel

Erstellt:
22. November 2021, 08:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 01sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.