1.000 Endgeräte für die Landkreisschulen

Rastatt (red) – Der aktuelle Lockdown zwingt die Schulen in den erneuten Distanzunterricht. Die Schulen des Landkreises Rastatt können dabei auf mehr als 1.000 digitale Endgeräte zurückgreifen.

Volker Bachura, Schulleiter der Gewerbeschule Bühl, freut sich über die Lieferung der mobilen Endgeräte aus dem Sofortausstattungsprogramm. Foto: Jürgen Becker/Landratsamt

Volker Bachura, Schulleiter der Gewerbeschule Bühl, freut sich über die Lieferung der mobilen Endgeräte aus dem Sofortausstattungsprogramm. Foto: Jürgen Becker/Landratsamt

Sie wurden im Rahmen des Sofortausstattungsprogramms an die Landkreisschulen geliefert, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Das Programm ist Bestandteil des großen Pakets „Digitalpakt Schule“, das der Bund für Maßnahmen zur Digitalisierung zur Verfügung stellt. Der Landkreis Rastatt hat daraus mehr als 700.000 Euro von Bund und Land für die Beschaffung von Tablets, Notebooks und Zubehör erhalten. Davon profitieren nun Schülerinnen und Schüler, die kein eigenes mobiles Endgerät für das Homeschooling haben.

Geräteauswahl je nach Bedarf der Schulen

Ob Microsoft Surface, Lenovo IdeaPad oder Apple iPads – der Bedarf an den Landkreisschulen ist unterschiedlich und spiegelt sich in der Beschaffung der mobilen Endgeräte wider. Schulen und Schulträger haben aus diesem Grund gemeinsam und eng orientiert an den Schülerinnen und Schülern, dem konkreten Einsatzzweck und einer möglichst langfristigen Nutzung eine Geräteauswahl getroffen. Wie bei öffentlichen Auftragsvergaben vorgeschrieben, wurden die ausgewählten Geräte bereits im Sommer ausgeschrieben. Die ersten Geräte kamen im September letzten Jahres bei den Schulen an. Auch die noch fehlenden 356 iPads wurden am vorletzten Arbeitstag des Jahres ausgeliefert.

Digitalisierung als nachhaltiger Prozess

Kein Tag zu früh – in Anbetracht des anhaltenden Lockdowns und der Schulschließungen. Noch immer gibt es zahlreiche Haushalte, in denen den Kindern eine Teilnahme am Homeschooling durch fehlende mobile Endgeräte oder einem nicht vorhandenen Internetanschluss verwehrt bleibt. Bei diesen und vielen weiteren Themen bemühen sich Bund, Länder und Kommunen als Schulträger um kurzfristige, aber auch nachhaltige Lösungen. Vor allem die letzten Monate haben deutlich gezeigt, wie wichtig eine forcierte Digitalisierung an den Schulen ist. Nicht als Ersatz für den Unterricht oder das Lernen in der Schule, sondern als Ergänzung und als weiteren Zugang, um lernfähig zu bleiben, schreibt das Landratsamt Rastatt in einer Pressemitteilung.

Insgesamt erhält der Landkreis Rastatt in den Jahren 2019 bis 2024 rund 3,6 Millionen Euro Fördermittel für die Digitalisierung der Landkreisschulen. Begleitet wird das durch eine entsprechende Schulung und Begleitung der Lehrer.

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Erstellt:
20. Januar 2021, 13:30 Uhr
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