Maximal 101 Besucher im Reichentaler Bad

Gernsbach (vgk) – Die Modalitäten für die Öffnung des Reichentaler Schwimmbads waren Thema der Ortschaftsratssitzung. Aufgrund der Hygienebestimmungen werden Zusatzkosten auf die Verwaltung zukommen.

Der Badespaß in Reichental wird in diesem Jahr anders aussehen. Foto: Veronika Gareus-Kugel/Archiv

© vgk

Der Badespaß in Reichental wird in diesem Jahr anders aussehen. Foto: Veronika Gareus-Kugel/Archiv

„Die Mehrausgaben werden um 100.000 Euro beziffert.“ Darauf hob Reichentals Ortsvorsteher Guido Wieland ab. Einstimmig befürworteten die Ortschaftsräte bei ihrer Sitzung das von den Schwimmbadinitiativen der Teilortbäder, der Verwaltung und den Bademeistern ausgearbeitete Badebetriebskonzept. Nicht an der Abstimmung nahmen die Ortschaftsräte Robert Klumpp und Stefan Merkel (beide CDU) teil. Sie erklärten sich als Vorsitzende des Fördervereins Schwimmbad Reichental für befangen.

Wegen der immer noch herrschenden Corona-Pandemie sind die städtischen Freibäder länger als sonst geschlossen. Wasserratten dürfen sich deshalb freuen, wenn am Freitag, 10. Juli, die Badesaison beginnen kann. Einzig der am Montag tagende Gemeinderat kann dieses Vorhaben noch kippen.

Entscheidung für Ein-Block-Lösung

Die Verantwortlichen für das Bad in Reichental entschieden sich, ebenso wie diejenigen in Lautenbach und Obertsrot, für die Ein-Block-Lösung. Die Einrichtung wird um 11 Uhr öffnen und um 19.30 Uhr schließen, wie der Ortsvorsteher erläuterte. Er freute sich zudem, dass der Förderverein zugesagt habe, Freiwillige für die Kasse und den Badebetrieb bereitzustellen, wie Klumpp bestätigte. Ein Corona-Beauftragter wird noch via Flyer gesucht, der in allen Haushalten von Reichental verteilt wurde.

Nicht einzurichten war ein Online-Buchungssystem, wie es im Igelbachbad Verwendung finden wird. „Das uns vorgestellte System hatte einen Haken. Es zählte nur die eingebuchten Badegäste, aber nicht diejenigen, die das Bad bereits verlassen haben. Wir werden mit nummerierten Eintrittsbändern arbeiten“, so Wieland.

Die notwendigen fortlaufenden Reinigungsarbeiten werden von einer Fremdfirma durchgeführt. Diese wird dauerhaft vor Ort sein, antwortete der Ortsvorsteher auf Nachfrage von Ortschaftsrat Maximilian Strolz (BVR/SPD).

In Reichental sind 101 Besucher zugelassen. Gleichwohl verbreitete der Ortsvorsteher die Hoffnung, dass die Anzahl der Badegäste, errechnet anhand der zur Verfügung stehenden Wasserfläche, noch nach oben korrigiert werden könnte. Die Eintrittspreise sind gestaffelt. Der Eintritt für einen Erwachsenen beläuft sich auf vier Euro, zwei Euro kostet der ermäßigte Eintritt und neun Euro bezahlen Familien. Auch verwies Wieland darauf, dass keine Dauer-, Zehner- und Feierabendkarten ausgegeben werden.

Ortschaftsrat Bernhard Wieland (CDU) forderte zum Ende der Badesaison eine detaillierte Auflistung der Kosten. Zur Begründung führte er aus, dass, im Gegensatz zu den Stadteilbädern, im Igelbachbad bisher sich keine Initiative in den Badebetrieb einbringe. Außerdem hoffe er, dass der Aufruf der Stadtverwaltung Erfolg habe und sich Helfer für die Aufsicht finden. Sollte dieser Dienst von Bauhofmitarbeitern übernommen werden, komme dies die Stadt ungleich teurer als die Kosten für alle drei Stadteilbäder zusammen.

Zum Artikel

Erstellt:
5. Juli 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.