20 Jahre Pfadfinderstamm in Rheinmünster

Rheinmünster (ar) – Der Pfadfinderstamm „Löwenherz“ feiert im Jahr 2021 einen runden Geburtstag: Seit 20 Jahren gibt es Angebote für Kinder und Jugendliche. Wegen Corona ist 2021 noch nichts geplant.

Die Internationale Lilie, Symbol der Pfadfinderbewegung, wehte über der Aussendungsfeier des Friedenslichtes, das nach Rheinmünster geholt wurde. Foto: Anne-Rose Gangl

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Die Internationale Lilie, Symbol der Pfadfinderbewegung, wehte über der Aussendungsfeier des Friedenslichtes, das nach Rheinmünster geholt wurde. Foto: Anne-Rose Gangl

Der Pfadfinderstamm „Löwenherz“ aus Rheinmünster trägt seinen Namen zu Recht. Mutig sind die rund 50 Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Gruppenleitern durch die vergangenen Monate gegangen, haben dem Coronavirus getrotzt und sich den Herausforderungen gestellt, andere Wege für ihre Pfadfinderaktivitäten zu suchen. Eines aber ließen sie sich nicht nehmen: Sie holten vor Weihnachten das Friedenslicht nach Rheinmünster.
„Uns Pfadis hat es wie viele anderen auch hart getroffen“, sagte Elke Henschel, Vorsitzende des Pfadfinderstammes „Löwenherz“. Der Pfadfinderstamm, der Mitglied in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg ist, kann in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern. Im Jahre 2001 wurde er von einigen wenigen „Altpfadfindern“ gegründet und gehört mittlerweile zu einem wichtigen Angebot für Kinder und Jugendliche in Rheinmünster. „Trotz Corona gibt es uns noch“, so Elke Henschel, die gerne noch weitere Wölflinge, Jungpfadfinder und Rover willkommen heißen würde.

Corona bringt komplette Jahresplanung durcheinander

Im Januar vergangenen Jahres hat der „Löwenherz“-Stamm mit viel Spaß am Völkerballturnier der Pfadfinder in Bretten teilgenommen und gleich zwei Pokale mit nach Hause gebracht. Im Februar konnte noch eine kleine Fastnachtsparty gefeiert werden. Doch dann kam Corona und brachte die gesamte Jahresplanung durcheinander. Viele Live-Gruppenstunden habe man seither nicht durchführen können, auch nicht den traditionellen Ostereier-Malwettbewerb. Auch dieser wurde in die digitale Welt verlegt, erzählte Henschel. Zu Beginn des ersten Lockdowns habe man in Rheinmünster einen Einkaufsservice angeboten, der jedoch auf wenig Resonanz gestoßen sei. Getroffen habe man sich in Online-Gruppenstunden, bei denen Bastel- und Rätselangebote wie zum Beispiel „Montagsmaler“ oder „Stadt, Land, Fluss“ im Mittelpunkt standen, aber auch kleinere Werkarbeiten mit Holz und Bohrer seien online durchführbar gewesen.

Während der Sommermonate konnten sich die Gruppenleiter endlich wieder mit ihren Wölflingen im Freien treffen. „Das war schon eine Herausforderung, denn kontaktlose Spiele mit Kindern zu machen, ist gar nicht so einfach“, beschrieb Henschel die Situation. Eine Enttäuschung war die Absage des Landeslagers, zu dem sich normalerweise rund 5.000 Pfadfinder im August am Bodensee treffen. Doch die Pfadfinderstufe ließ sich von Corona nicht abhalten und startete mit einem Hygienekonzept in der Tasche, neun Fahrrädern und drei Fahrradanhängern zu einer viertägigen Tour an den Bodensee.

Möglichst viel Kontakt online halten

Nach den Sommerferien waren alle Mitglieder des Pfadfinderstammes „Löwenherz“ froh, sich endlich wieder, wenn auch unter Hygiene- und Abstandsregeln, in Kleingruppen treffen zu können. Sogar der traditionelle Stufenwechsel konnte durchgeführt und im Pfarrgarten in Söllingen eine Jurte aufgebaut werden. Doch dann kam der zweite Lockdown. „Bei der ersten Lockdown-Welle waren die Kinder noch motiviert, aber jetzt im November war es traurig“, berichtete Elke Henschel. Seither versuche man, so gut wie möglich Kontakt zueinanderzuhalten und sich immer wieder online zu treffen.

Friedenslicht kann abgeholt werden

„Umso mehr freute es uns, dass die Erzdiözese die Friedenslicht-Aktion unter dem Motto ,Frieden überwindet Grenzen‘ vor Weihnachten unter Auflagen durchführte“, so Henschel. Eine kleine Delegation von vier Pfadfindern aus Rheinmünster fuhr nach Offenburg, nahm an der Aussendungsfeier teil und nahm das Licht in Empfang. Im Münster in Schwarzach, aber auch in den evangelischen Kirchen in Lichtenau und Freistett sowie vor den Türen der Gruppenleiter brannte zwischen Weihnachten und Neujahr das Friedenslicht, das die Pfadfinder bereits seit mehr als 15 Jahren nach Rheinmünster holen.

„Aktionen für dieses Jahr haben wir noch keine geplant, aber wir hoffen, dass wir unser 20-jähriges Bestehen feiern können“, so Elke Henschel. „Vielleicht kann ja auch das Stammeslager stattfinden, da warten wir mal ab“, sagte die Vorsitzende des Pfadfinderstammes „Löwenherz“, die hofft, bald wieder viele spannende, gemeinsame Aktionen mit den Wölflingen, Jungpfadfindern, Pfadfindern und Rover abhalten zu können.

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Erstellt:
13. Januar 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 53sec

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