55 Zimmer für Flüchtlinge aus der Ukraine

Rastatt (fuv) – Das Martha-Jäger-Haus erfüllt kurzfristig einen neuen Zweck: als Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge. Das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr bereiten seit Freitag 55 Zimmer vor.

Betten und Herde für die neuen Bewohner des Martha-Jäger-Hauses: Aktive des THW und der Feuerwehr packen an. Foto: Frank Vetter

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Betten und Herde für die neuen Bewohner des Martha-Jäger-Hauses: Aktive des THW und der Feuerwehr packen an. Foto: Frank Vetter


Mit zunächst etwa 60 Personen rechnet Christian Zickenrott, Sachgebietsleiter für die Flüchtlingsunterbringung im Landkreis. Zuerst würden Räume im Altbau des Martha-Jäger-Hauses hergerichtet. Ende nächste Woche könnten die ersten Ukrainerinnen ihre Zimmer beziehen. Dazu wurden gestern zunächst Doppelstockbetten, Kühlschränke und Kochherde durch das THW angeliefert und von dessen Helfern und Floriansjüngern auf die Stockwerke gebracht. THW und Feuerwehr waren gestern mit rund 50 Kräften im Einsatz.

Die Kochgelegenheiten für die Flüchtlinge werden in der ehemaligen Pflegeheimküche im Neubau des Heims für alle Bewohner eingerichtet, so Zickenrott weiter.

Flüchtlinge kommen aus Freiburg

Wenn alle Bewohner des Martha-Jäger-Hauses bis Ende der ersten Aprilwoche in ihr neues Domizil auf dem Hatz-Areal umgezogen sind, wird auch dieser Bereich mit Geflüchteten belegt.

Die ukrainischen Frauen und Kinder wurden dem Landkreis vom Regierungspräsidium Freiburg zugewiesen und seien noch auf dem dortigen Messegelände untergebracht, hieß es am Freitag. „Mit eigener Dusche und WC in jedem Raum ist das hier natürlich gut für die Menschen. Wir sind im Landratsamt froh, dass wir die Möglichkeit der Unterbringung im Martha-Jäger-Haus bekommen haben“, betont Zickenrott. Die Leitung des neuen Flüchtlingsheims übernimmt mit Gabriele Zeitvogel eine erfahrene Mitarbeiterin, die bereits die Unterbringung in der Alten Bahnhofstraße verantwortete.


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