ABBA-Feeling verbindet in Ötigheim Generationen

Ötigheim (rw) – Die Tribute-Band „Swede Sensation“ begeistert bei den Volksschauspielen Ötigheim. 700 Fans feiern die ABBA-Revival-Show.

Auch das dritte Konzert im Rahmen der Gastspiele bei den Volksschauspielen mit der ABBA-Tribute-Band „Swede Sensation“ wird zum Volltreffer fürs Publikum. Foto: Rainer Wollenschneider

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Auch das dritte Konzert im Rahmen der Gastspiele bei den Volksschauspielen mit der ABBA-Tribute-Band „Swede Sensation“ wird zum Volltreffer fürs Publikum. Foto: Rainer Wollenschneider

Eigentlich war der letzte Auftritt der schwedischen Erfolgsformation ABBA im Jahr 1982, aber die Gruppe wurde nie offiziell aufgelöst. Diese Chance des langen Wartens auf doch einen Auftritt nutzen zahlreiche Revival-Formationen, um die hungrigen Fans nach dem unverwechselbaren Sound der Musikgruppe zufriedenzustellen.
Zum Phänomen ABBA gastierten in den vergangenen Jahren auch bei den Ötigheimer Volksschauspielen mehrere Gruppen. Jetzt hatte sich zu einer ABBA-Revival-Show die Gruppe „Swede Sensation“ angemeldet. Die international agierende Tribute-Band trat in der Besetzung Saskia Tanfal (Agnetha), Sara Mosquera (Frieda bzw. Anni-Frid) Mike Rubin (Benny) und dem Neuzugang Swen Poth (Björn) auf.

Plateau-Schuhe und Schlaghosen

Die engagierte Truppe machte bei der sich entwickelnden ABBA-Party unter Beachtung der Corona-Auflagen deutlich, wie die generationenübergreifende Faszination noch heute das Publikum von den Sitzen reißen kann. Die Illusion, dass ABBA lebt, wurde durch passende Kostüme mit Plateau-Schuhen, Schlaghosen, Minirock und Gipsy-Look unterstrichen. Stefan Haufe von den Volksschauspielen hatte zu Recht „ein schwedisches Ereignis“ mit der Anmerkung „ab 1974 war die Musikwelt eine andere“ angekündigt. Als kompetente Darsteller schlüpften die vier Akteure gekonnt in ihre Rollen, unterstützt durch drei Backgroundmusiker, und rissen vom ersten Titel an das Publikum mit. Zwar verschwand das Quartett manchmal im zu üppigen Bühnennebel, aber gerade nach Anbruch der Dunkelheit bot die Kulisse der Volksschauspiel-Burg einen prächtigen Hintergrund.

Da wurde von der ersten Minute mit dem Grand-Prix-Gewinner-Titel „Waterloo“ und dann „Money, Money“, gefolgt von „Knowing me, knowing you“, eingeheizt. Auch die Titel „S.O.S.“ und „Mamma Mia“ verfehlten ihre Punktlandung beim stehenden und mitklatschenden Publikum nicht. Da gab es schon früh permanente, stehende Ovationen mit Zurufen. Allerdings wurden Benny mit seiner E-Gitarre und Björn am Keyboard geradezu zu Statisten, denn stimmlich und mit ihren tänzerischen Bewegungen auf der Bühne übernahmen Agnetha und Frieda das Regiment.

Perfekte Show

Bei der Moderation zu den Ohrwürmern wie „Take a Chance on me“, „Souper Trouper“ mit Winke-Winke-Ballett des Publikums oder dem Beruhiger für die jubelnden Fans „Fernando“ lief die Zwischenmoderation von Sakia Tanfal in Englisch mit deutschem Akzent ab. Das Publikum erlebte ABBA-Sternmomente und machte mächtig mit, als „Chiquitita“, „Gimme, gimme“, „Voulez vous“ und „Honey, Honey“ zelebriert wurden. Die Akteure auf der Bühne schmolzen trotz der Corona-Bremse bei Hymnen wie „I have a Dream“ und „Dancing Queen“ symbolisch mit den Fans zusammen. Die ABBA-Tribute-Show war perfekt. Das Quartett mit Begleitung wollte man nicht von der Bühne gehen lassen. Aber mit „Thank you for the Music“ wurde der gebührende Schlusspunkt gesetzt.

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Erstellt:
17. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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