AK Stolpersteine in Muggensturm geplant

Muggensturm (as) – Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus soll es bald auch in Muggensturm geben. Franz König will einen Arbeitskreis gründen.

Stolpersteine werden zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Mit den handgearbeiteten Steinen des Künstlers Gunther Deming soll die Erinnerung an jeden einzelnen Verfolgten erhalten bleiben. Foto: Bodo Schackow/dpa

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Stolpersteine werden zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Mit den handgearbeiteten Steinen des Künstlers Gunther Deming soll die Erinnerung an jeden einzelnen Verfolgten erhalten bleiben. Foto: Bodo Schackow/dpa

Im Nachgang der jüngsten Ratssitzung möchte der Muggensturmer Franz König in seinem Heimatort einen „Arbeitskreis Stolpersteine“ gründen und sucht Mitwirkende. Die Aufgabe des Arbeitskreises sieht er darin, das Andenken an die Opfer des Gewaltsystems des Nationalsozialismus zu wahren, erklärt König. Dazu zählen für ihn sowohl die ehemaligen jüdischen Mitbürger als auch die ums Leben gekommenen nichtjüdischen Mitbürger sowie Euthanasieopfer aus Muggensturm.

Dezentrales Mahnmal

Zur Frage, warum es Stolpersteine sein sollen und kein anderes Denkmal, wie es die Gemeindeverwaltung favorisiert (das BT berichtete), erklärt er, die Stolpersteine würden einen Ortsbezug und eine besondere Authentizität darstellen. Sie seien ein dezentrales Mahnmal und Kunstwerk, das in weltweiter Vernetzung an die Opfer der NS-Zeit erinnert. Ausdrücklich weist König darauf hin, dass die Kampagne um die Stolpersteine „in einem versöhnlichen Ton geführt werden“ soll, „die ohne unruhestiftende Schuldzuweisungen auskommt“. Die Stolpersteine sollen durch Spenden finanziert werden.

Interessenten sollen sich melden

Zunächst sollen sich nun Menschen zusammenfinden, die bereit sind, sich einzubringen, so König. In einer Gründungsversammlung könnte der künftige Arbeitskreis dann die Grundsätze seines Handelns bestimmen. Interessenten können sich bei ihm melden: Telefon (01 52) 21 06 28 05 oder per E-Mail: franz-koenig@t-online.de.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
16. Juni 2021, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 36sec

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