Abbrucharbeiten beim Bühlot-Bad gestartet

Bühlertal (fvo) – Materialien fein säuberlich getrennt: So sieht es derzeit am Bühlot-Bad in Bühlertal aus. Dort haben die Abbrucharbeiten begonnen.

Hinterm Bauzaun tut sich was: Die Abbrucharbeiten im Bühlot-Bad sind in vollem Gange. Foto: Bernhard Margull

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Hinterm Bauzaun tut sich was: Die Abbrucharbeiten im Bühlot-Bad sind in vollem Gange. Foto: Bernhard Margull

Der Bauzaun zeigt es an: Es tut sich was auf der Baustelle Bühlot-Bad. Eine Woche vor dem heiß ersehnten offiziellen Spatenstich am kommenden Donnerstag sind die Abbrucharbeiten rund um das Gebäude in vollem Gange. Parken ist nicht mehr möglich. „Wir sind gerade dabei, die Materialien sauber zu trennen“, berichtet Bauamtsleiter Norbert Graf von den Arbeiten der Firma Berb GmbH. Erster Problemfall sind die Eternitplatten, die „vorschriftsmäßig als Sondermüll entsorgt werden müssen“. Auch die restlichen Materialien auf dem Dach und den seitlichen Wänden werden konsequent getrennt nach Stahl, Holz, Isolierung, Glas, Metall und Leitungen. Um reibungslos zu arbeiten, wurde das Areal bereits vom Strom genommen (was bekanntlich kurzzeitig zum Stromausfall im Rathaus führte). Sobald die weiteren Materialien sortiert sind, auch nach Wiederverwertbarkeit, kann dann „vermutlich Ende des Monats“ (Graf) der große Bagger kommen und dem entkernten Gebäuderest den Garaus machen. Danach soll die Baustelle wieder an die Hauptstromleitung angedockt werden. Aktuell gibt es lediglich einen Baustrom-Anschluss.

Neues finnisches Rinnensystem

In den Becken, von wo aktuell das Wasser mit behördlicher Genehmigung in die Bühlot abgelassen wird – in bewährter Abschläucheltechnik, wird als Nächstes der Beckenkopf, sprich der obere äußere Kranz, abgerissen. Beim bisherigen Entwässerungssystem mit einer Horizontaldurchströmung (Wiesbadenrinne) floss das Wasser auf einer Seite rein, und auf der andern ab. Beim künftigen finnischen Rinnensystem fließt es gleichmäßig nach außen weg. „Das funktioniert quasi wie beim Kochtopf-Prinzip“, so Graf, mit der Folge, dass dann auch die Wasseroberfläche weit ruhiger sei.

Im Umfeld wurden bereits im Februar Buschwerk und drei Bäume gefällt (Douglasie, Esche) mit dem Ziel, „dass etwas mehr Licht reinkommt“, so Graf. Vom Bauverkehr ausgenommen ist der überdeckelte Bereich der Bühlot. „Hier sollte nicht gerade ein 40-Tonner drüberfahren“, warnt Graf. Im Stahlbeton bestünde sonst die Gefahr einer Rissbildung. An zwei Stellen werden später zwei Stahlträger drübergelegt, um auch in den Bereich jenseits der Bühlot zu kommen. Für das insgesamt 6,7 Millionen Euro (netto) teure Projekt ist bereits ein Großpaket an Gewerken im Umfang von 4,5 Millionen Euro vergeben, wobei man 400.000 Euro unter dem Erstansatz liegt.

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Erstellt:
12. März 2021, 06:30 Uhr
Lesedauer:
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