Aktion „BT-Leser bereiten Weihnachtsfreude“ startet

Baden-Baden (hol) – Die BT-Aktion für bedürftige Baden-Badener muss in diesem Jahr ohne Veranstaltungen auskommen. Aber die Verantwortlichen hoffen auch im Corona-Jahr auf zahlreiche Spender.

Nebel liegt über dem Land – doch Sonne und Wärme sind da, bei der BT-Aktion ebenso wie auf dem Merkurberg.  Foto: Grit Julius

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Nebel liegt über dem Land – doch Sonne und Wärme sind da, bei der BT-Aktion ebenso wie auf dem Merkurberg. Foto: Grit Julius

Nebel liegt über dem Land. Ein dichter Schleier versperrt den Blick ins Helle. Doch Licht und Wärme sind da – auch in diesen düsteren Zeiten. Manchmal dauert es ein wenig, bis sich die Strahlen der Sonne durchgekämpft haben. Und dann ist es umso schöner.
Dass die Sonne da ist, auch wenn über dem Land ein schwerer Grauschleier liegt, das hat uns BT-Leserin Grit Julius mit einem Foto bewiesen. Um Licht und Wärme einzufangen, ist sie mit ihren Kindern Silke, Sophie und Kami sowie dem Hund Nero durch den Dunst auf den Merkurberg gestiegen und fündig geworden. Über dem Nebel schien rotgolden die Sonne.

Auf diesen schönen Effekt hoffen wir in diesem Corona-Jahr auch bei der Aktion „BT-Leser bereiten Weihnachtsfreude“. Es ist schließlich wie vermaledeit: Der Grauschleier der Pandemie bremst die BT-Aktion aus. Keine Benefizkonzerte, keine Nikolauszentrale, keine Weihnachtsmärkte – auch die traditionelle Fischsuppen-Aktion der Köche und der Wagener-Galerie fällt aus. BT-Mitverlegerin Xenia Richters, Vorsitzende des Vereins „BT-Leser bereiten Weihnachtsfreude“, der hinter der Aktion steht, macht sich schon Gedanken, wie viele Spenden in einem Jahr wie diesem überhaupt fließen. Und da die Aktion nur das Geld verteilen kann, was ihr zur Verfügung gestellt wird, wurden die Vertreter der karitativen Organisationen, mit denen die BT-Aktion zusammenarbeitet, schon darauf vorbereitet: Es könnte sein, dass die Spendenempfänger – Bedürftige in Baden-Baden – in diesem Jahr mit weniger Geld aus der Aktion zum Weihnachtsfest rechnen müssen als bisher.

„Pandemie und Teil-Lockdown verschärfen die Lage“

Dabei wäre das Geld nötiger denn je. „Pandemie und Teil-Lockdown verschärfen die Lage für ärmere Familien und öffnen die Schere zwischen Arm und Reich weiter“, teilt der Paritätische Wohlfahrtsverband mit. Lebensmittel sind teurer geworden, Schutzkleidung und Hygieneartikel kosten viel Geld. Betroffene hätten keine finanziellen Rücklagen, Kurzarbeit verstärke die prekäre Lage. „Menschen, die sowieso wenig haben, gehören zu den großen Verlierern der Krise.“

Gut, dass es treue Spender gibt, die gerade in diesen Zeiten ihr Engagement nicht nur aufrechterhalten, sondern verstärken. Beispiel: die gemeinnützige Sigmund Kiener Stiftung. „Wir spenden 5.000 Euro für BT-Leser bereiten Weihnachtsfreude und haben damit die Summe in diesem Jahr verdoppelt. Viele, die immer bei der Aktion dabei waren, leiden selbst unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und fallen als Förderer weg.“ Hier wolle man in besonderem Maße helfen, teilt die Stiftung mit. Ein Sonnenstrahl, der den Nebel durchbricht ...

Simone Zink (links) hat einen Spendenscheck auf den Schreibtisch von Xenia Richters „geschmuggelt“.  Foto: Nina Ernst

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Simone Zink (links) hat einen Spendenscheck auf den Schreibtisch von Xenia Richters „geschmuggelt“. Foto: Nina Ernst

Auch das BT selbst, das seit 1958 Jahr für Jahr Zeit und Manpower für die Aktion zur Verfügung stellt, bringt Wärme und Licht weiter voran. BT-Prokuristin Simone Zink hatte kürzlich im Büro von Xenia Richters eine Überraschung deponiert: 2.500 Euro schießt der Verlag der Aktion zu, als kleine Ermunterung in Zeiten der Pandemie. Um bei der Übergabe coronagerecht zu verfahren, hatte die Finanzchefin des Verlags die Spende einfach auf den Schreibtisch der Verlegerin „geschmuggelt“. „Schön, dass es Dinge gibt, die so bleiben wie sie immer waren und auf die man sich auch in diesen Zeiten verlassen kann“, so Xenia Richters.

Motto: „Jeder gibt, was er kann“

Wenn Sie, liebe Leser, zu den Glücklichen gehören, bei denen die Pandemie keine Löcher in den Geldbeutel gerissen hat, dann werden auch Sie aktiv und spenden Sie. Das Geld kommt Cent für Cent bedürftigen Menschen in Baden-Baden zugute: Menschen, die sich sonst kein Weihnachtsessen leisten können, kein Geschenk für das Enkelkind, keinen Friseurbesuch. Spenden kann man auch in diesem Jahr durch eine Überweisung auf eines der beiden Konten der Sparkasse Baden-Baden/Gaggenau, IBAN: DE52662500300000056457 oder der Volksbank Baden-Baden/Rastatt, IBAN: DE10662900000001302205. Und in vier Geschäften stehen auch wieder unsere Spendenkassen bereit: bei der Kreuz-Apotheke, bei der Augusta-Apotheke, bei der Buchhandlung Straß und bei der Bäckerei Austen – frei nach dem Motto: Jeder gibt, was er kann, damit am Ende für alle was da ist.

Der Verein, so verspricht Xenia Richters, geht mit Optimismus an das Thema. Es bestehe ja die begründete Hoffnung, dass jene, die spendenbereit sind, wissen, wie nötig ihr Beitrag ist, um der Sonne doch noch zum Durchbruch durch die Nebelsuppe zu verhelfen – auch im Corona-Jahr 2020.

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Erstellt:
27. November 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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