„Alberts Block“ kommt nach Hause

Gernsbach (lis/ham) – Trotz der Corona-Pandemie haben die Schüler des Gernsbacher Albert-Schweitzer-Gymnasiums ihre Zeitschrift herausgebracht. Die 220 Exemplare von „Alberts Block“ werden nun verteilt.

In „Alberts Block“ kommen auch ehemalige ASG-Schüler, die Gemeinderäte wurden, zu Wort. Foto: ASG

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In „Alberts Block“ kommen auch ehemalige ASG-Schüler, die Gemeinderäte wurden, zu Wort. Foto: ASG

„Das Erstellen einer Zeitung ist ganz schön viel Arbeit. Kommt dann noch Corona hinzu, wird alles noch ein wenig komplizierter.“ Diese Erfahrung haben die jungen Redakteure am Gernsbacher Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) gemacht. Das siebenköpfige Team zeigt sich nun umso stolzer, die dritte Ausgabe der Schülerzeitung „Alberts Block“ über die Pfingstferien fertiggestellt zu haben. Seit gestern liefern die Gymnasiasten das Heft auch aus.

Der Titel der Schülerzeitung, „Alberts Block“, spielt sowohl auf den Schulnamen wie auf das -gebäude an. Das Heft erscheint in einer Auflage von 220 Exemplaren. Fast ein Jahr lang haben die Zehntklässler Sophie Gorjup, Jule Ruh, Lucy Auer, Lina Schmidt, der Achtklässler Jonas Magfelder und Leonie Offermanns (6. Klasse) zusammen mit Lehrerin Miriam Wedekind als Betreuerin an dem Produkt gefeilt.

Die diesjährige Ausgabe enthält besonders viele Interviews. So bekommen die Leser beispielsweise interessante Einblicke in die Arbeit der Schülersprecherin Amelie Gerstner gewährt. Ihr Foto ziert unter anderem die Titelseite. Lehrerin Britta Ganz zeigt dagegen in einem lustigen Bilderinterview, was passieren würde, wenn alle Pädagogen auf dem Färbertorplatz parken müssten. Nützliche Antworten auf ihre Fragen finden die Leser in den Beiträgen „Wie organisiert man eigentlich ein Auslandsjahr?“ oder „Wie setzt sich der Gemeinderat für die Gernsbacher Jugendlichen ein?“.

Nicht alles so cool wie in Highschool-Filmen

Drei Austauschschüler, die ein Auslandsjahr in den USA oder auf Hawaii verbringen, erzählen von ihren Erfahrungen und geben Tipps für Schüler, die sich ebenfalls mit dem Gedanken befassen, für ein Jahr fern der Heimat zu lernen. Außerdem berichten sie, warum doch nicht alles so cool abläuft, wie einem Highschool-Film gerne suggerieren.

Politik-Interessierte werden sich das Interview mit den Gemeinderäten Emelie Knöpfle, Nico Fatebene (beide SPD), Viktoria Felder (CDU) und Thalib Ahmad (CDU) nicht entgehen lassen. Lina Schmidt hatte das Quartett noch vor dem Corona-Ausbruch im „Café Felix“ bei einem Latte macchiato und einer heißen Schokolade getroffen. Sie waren früher durchweg auf dem ASG und berichten von ihrer Arbeit als Gemeinderäte, warum sie sich gerne für die Gernsbacher Jugendlichen einsetzen und ihre Schulzeit am ASG, die alle sehr vermissen. Wichtig sei ihnen vor allem das Gespräch mit Jugendlichen, um mehr über ihre Wünsche zu erfahren, taten sie kund.

Kontakt über Schulmessenger

Die Schüler des ASG können auch mehr über die Chemiker an ihrem Gymnasium erfahren: „Nicht verzagen, sondern Markert fragen“ heißt es in dem Beitrag – denn Chemiker hätten schließlich für alles eine „Lösung“. Sophie Gorjup hörte sich bei Chemielehrerin Marion Markert um und erfuhr so auch, dass sie als Kind Kriminalkommissarin werden wollte.

Nach dem Corona-Ausbruch war es den Redaktionsmitgliedern nicht mehr möglich, sich in der Schule zu treffen. „Glücklicherweise war die Zeitung da schon fast fertig“, freuen sie sich. In Videokonferenzen und über den Schulmessenger hielten alle zueinander Kontakt und sorgten dafür, dass die dritte Ausgabe jetzt trotz der Umstände erschien.

Erstmals ist die Schülerzeitung dank zahlreicher Sponsoren kostenlos, betont das Team der Verfasser. Das Heft wird seit gestern in der Schule möglichst kontaktlos verteilt. Kameraden und Lehrern, die noch nicht in die Schule kommen können, wollen die Redakteure die Exemplare diese Woche persönlich zustellen, um so „ein bisschen Schulalltag nach Hause zu bringen und zu unterhalten. Unser Ziel besteht darin, dass die Zeitung bis zum Ende der Woche alle erreicht, die eine Zeitung bestellt haben. An den Auslieferungen beteiligt sich das ganze Team. Unsere Lehrerin hat Routen zusammengestellt und jeder übernimmt ein paar Häuser“, berichtet Lina Schmidt und meint, „so ist es für alle machbar. Die auswärtigen Schüler beliefert Frau Wedekind mit dem Auto.“ Der Aufwand halte sich „allerdings in Grenzen“ denn diese Woche sind die K1, K2, die Fünft- und Achtklässler am ASG und können ihr Heft selbst in Empfang nehmen. Wenn die Schüler dann zu Hause bleiben müssen, können sie die Rätsel in „Alberts Block“ lösen, sich mit den Witzen die Zeit verkürzen oder drei schön illustrierte Rezepte ausprobieren.


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