Alle Facetten des jüdischen Lebens

Stuttgart/Berlin (sr) – Bundesweit wird 2021 daran erinnert, dass es seit 1.700 Jahren hier jüdisches Leben gibt. In Stuttgart ist ein Film über junge Juden in Baden-Württemberg entstanden.

Ein Konfirmand trägt probehalber eine jüdische Kippa während eines Gesprächs mit ehrenamtlichen jüdischen Referenten, die  Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen  Menschen gestalten. .Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Ein Konfirmand trägt probehalber eine jüdische Kippa während eines Gesprächs mit ehrenamtlichen jüdischen Referenten, die Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen gestalten. .Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

In Deutschland steht 2021 das jüdische Leben in besonderem Fokus: Nach dem Auftakt des Festjahres Ende Februar sollen Fachtagungen, Ausstellungen und Veranstaltungen in Erinnerung bringen, dass es jüdisches Leben hier seit 1.700 Jahren gibt. Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, wonach Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Das ist der historische Beginn.

Der Fokus aller Veranstaltungen liegt auf Gegenwart und Zukunft des Miteinanders, der Rückblick in die Vergangenheit spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Filmtitel: „Jung und jüdisch“

Baden-Württemberg hat als Landesbeitrag zu den bundesweiten Aktivitäten einen Film drehen lassen, in dem junge jüdische Protagonisten von ihrem Alltag erzählen, aber auch von ihrem besonderen Engagement für das Judentum. Sie alle sind sich darin einig, dass es um das Heute und das Morgen geht, „um die nächsten 1.700 Jahre“, wie es Filmregisseur Willi Kubica ausdrückt. Er habe sich mit seiner Arbeit nicht ausschließlich auf die jüdische Identität der Protagonisten konzentriert, sondern auf Fragen, die die junge Generation allgemein betreffen, erklärt der Regisseur und Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg. Die Akademie ist für Konzeption, Entwicklung und Umsetzung des Films verantwortlich.

„Jung und jüdisch in Baden-Württemberg“ heißt der Film, er steht weiterführenden Schulen jetzt zur Verfügung – mit zahlreichen Unterrichtsmaterialien –und wird im Juni auch im Rahmen des SWR Doku-Festivals zu sehen sein.

Das Festjahr, das bundesweit begangen wird, will jüdisches Leben in all seinen Facetten zeigen. Darin liegt auch die Chance, einen Beitrag gegen den erstarkenden Antisemitismus zu leisten. (sr)

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sabine Rahner

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Erstellt:
15. Mai 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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