Altes, immer junges Derby Sinzheim gegen Bühl

Baden-Baden (mi) – Das Derby zwischen dem SV Sinzheim und VfB Bühl steht im Mittelpunkt des Landesliga-Geschehens.

Der Bühler Trainer Alexander Hassenstein hofft auf einen prestigeträchtigen Derby-Erfolg. Foto: Frank Seiter

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Der Bühler Trainer Alexander Hassenstein hofft auf einen prestigeträchtigen Derby-Erfolg. Foto: Frank Seiter

Gut Ding will Weile haben. Nach fünf Monaten coronabedingter Pause und gerade mal ein paar Pokalspielen zum Einspielen wird es gewiss für alle der 17 Mannschaften in der aufgestockten Landesliga eine gewisse Zeit dauern, bis die Automatismen und Laufwege halbwegs sitzen. Eingedenk der Tatsache, dass Titelfavorit VfB Bühl im Vorjahr alles andere als optimal die ersten Wochen in Angriff nahm, weil die Vorbereitung wie so oft in der Vergangenheit nicht stimmte, war das im Vergleich schon mal ein Fortschritt. Der erste Dreier der Saison wurde in Loffenau eingefahren, viele andere zum anvisierten Saisonziel mit der Rückkehr in die Verbandsliga sollen folgen.

„Der Rhythmus, den wir vor der Pause hatten, ist etwas flöten gegangen. Das kommt aber nach und nach wieder“, kennt der erfahrene Coach Alexander Hassenstein das Alltagsgeschäft bestens. Nachdem in den Pokalspielen Darwin Sabando Cedeno wie ein Wildschütz traf, war es diesmal Pa-
trick Holl, der den ersten Dreier sicherte. Hassenstein: „Wir haben ja auch noch andere Kandidaten zum Toreschießen wie Nico Bohn, dem derzeit noch die Lockerheit aus der Vorsaison etwas abgeht.“

Im ersten Heimspiel geht es gegen die guten alten Bekannten vom SV Sinzheim. In kaum einem Landesliga-Punktspiel kennen sich die Rivalen so gut wie in diesem Derby. SVS-Spielertrainer Marcel Stern hat auch schon im VfB-Trikot mit Alexander Hassen-
stein knapp drei Jahre zusammengearbeitet. Von daher weiß auch kaum einer um die Taktik und Spielweise des Gegners besser Bescheid als der Abwehrchef, der in den ersten beiden Jahren beim SVS sich den Ruf als Führungsspieler erarbeitet hat. In der bisherigen Vorbereitung wirkte Stern infolge einer Fersenentzündung noch gar nicht mit.

„Die Fitness fehlt mir noch“

„Die Fitness fehlt mir natürlich noch. Mein Ziel ist es aber schon seit längerem, dass es auch ohne mich geht“, verweist er darauf, dass in den zwei vorherigen Jahren das Kollektiv gewachsen ist. Mit einem zweistelligen Tabellenplatz gibt man sich auch nicht mehr demütig zufrieden. Während Stern sich im Derby „nur für die letzten Minuten“ auf dem Platz sieht, vertraut er auf „Top-Vorbild“ Frank Wöber nach dessen Urlaub blind: „Der spielt auf jeden Fall.“

Christian Hofmeier ist der gelungene Saisonstart mit dem 1. SV Mörsch zu gönnen. Er selbst hatte im zweiten Jahr in Elchesheim nicht mehr allzu viel Freude, das Gleiche kann vom SVM angesichts der Niederlagenflut in der Verbandsliga gesagt werden. Der gelungene Saisonauftakt sollte Mut machen für die erste Auswärtspartie in Offenburg, wobei der heimische Sport-Club sicher stärker einzuschätzen ist als Ottersweier.

Dass für Christian Coratellas Schützlinge die Trauben auch in der zweiten Landesliga-Saison hoch hängen werden, machte schon der Auftakt klar. „Wenn wir in Zukunft punkten wollen, dann müssen wir vor dem Tor zielstrebiger werden“, sagte Coratella, der als früherer Goalgetter weiß, wovon er spricht. Doch nicht nur in der Offensive drückt der Schuh beim FVO, auch in der Defensive offenbart die Elf große Schwächen. Von einer „Hammer-Aufgabe für unsere Defensive“ spricht Spielausschussvorsitzender Kresimir Grbavac vor dem ersten Heimspiel gegen Titelmitfavorit SV Oberwolfach, der im ersten Heimspiel freilich vier Tore kassierte.

Dass der FSV Altdorf und der TSV Loffenau auch diese Saison um den Klassenerhalt kämpfen müssen, steht wohl außer Frage. Die Gastgeber mussten vor dem Vergleich in Niederschopfheim gleich sieben Kisten verkraften.

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Erstellt:
27. August 2020, 22:00 Uhr
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