Amaechi schon Kandidat für KSC-Kader

Karlsruhe (moe) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC wird vielleicht schon am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim mit Neuzugang Xavier Amaechi im Kader auflaufen.

KSC-Coach Christian Eichner ist „sehr, sehr froh“ über die Verpflichtung von Xavier Amaechi. Der Neuzugang ist eine weitere Option in der Offensive der Badener. Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

KSC-Coach Christian Eichner ist „sehr, sehr froh“ über die Verpflichtung von Xavier Amaechi. Der Neuzugang ist eine weitere Option in der Offensive der Badener. Foto: Markus Gilliar/GES

Spitznamen sind manchmal eine ganz hilfreiche Sache. Vor allem für Fußballtrainer. Man stelle sich beispielsweise nur mal vor, Heiko Herrlich müsste bei Anweisungen an seinen Kapitän jedes Mal dessen Nachnamen Gouweleeuw auf den Platz schreien. Da kommt es doch gelegen, dass der Augsburger Spielführer mit Vornamen Jeffrey heißt, so ein kurzes „Jeff“ ruft sich doch um einiges leichter. Zugegeben, der Name von Xavier Amaechi ist kein derartiges Vokal-Feuerwerk wie der des FCA-Akteurs, doch der Einfachheit halber hat man auch dem Neuzugang des Karlsruher SC flugs einen Spitzennamen verpasst – nämlich: „Xavi“.

Dieser Name verspricht ohne Zweifel großen Fußballsport. Und auch wenn der neue Flügelflitzer vielleicht nicht ganz das Format der katalanischen Ballstreichler-Legende des FC Barcelona besitzt, so ist man beim badischen Zweitligisten doch überaus froh, dass der (angeblich) hoch veranlagte Engländer auf Leihbasis bis zum Sommer den Weg vom Hamburger Volkspark in den Karlsruher Wildpark gelotst werden konnte.

Eichner „sehr, sehr froh“ über Transfer

Er sei „sehr, sehr froh“, dass der Transfer realisiert werden konnte, sagte Christian Eichner, den nicht nur rund um den Adenauerring fast alle nur „Eiche“ nennen. Der KSC-Coach wollte diesen Satz durchaus auch als Lob für Sportdirektor Oliver Kreuzer verstanden wissen, der nach dem kurzfristigen Abgang von Marco Djuricin, der den KSC mit seinem Wechselwunsch laut Eichner „vom einen auf den anderen Tag“ überrascht hat, viel versprechenden Ersatz geholt hat. Der traditionell enge Austausch mit dem Traditionsclub aus der Hansestadt hat diesbezüglich auf jeden Fall geholfen: „Die Drähte sind relativ kurz“, versicherte Eichner.

Der 20-jährige Sohn einer Engländerin und eines Nigerianers wurde in Bath geboren, fußballerisch sozialisiert wurde er beim FC Fulham. Beim Londoner Topclub FC Arsenal unterschrieb er mit 17 seinen ersten Profivertrag, ehe er für 2,5 Millionen Euro 2019 zum HSV wechselte. Dort wollte ihm der Durchbruch nicht so richtig gelingen, beim KSC soll der Linksfuß nun Spielpraxis sammeln – und den Druck auf das arrivierte Personal noch weiter erhöhen. „Ich will, dass die Mannschaft in der Spur bleibt, dafür ist Konkurrenz vonnöten“, begründete Eichner den Transfer. Amaechi ist mit gehörigem Tempo gesegnet und daher prädestiniert für die offensiven Außenbahnen, wo bisher Marc Lorenz, Kyoung-Rok Choi, Benjamin Goller oder Dominik Kother die Linien beackern.

Carlson, Jung und Breithaupt fehlen

Gleich in Amaechis erstem Training am Mittwoch beraumte Eichner ein Duell Elf-gegen-Elf an, der „ehrlichsten Form, den Fitnesszustand abzuklären“. Logischerweise legte der KSC-Coach „ein Auge mehr“ auf den neuen Mann – und war durchaus angetan: In der ein oder anderen Situation habe man gesehen, „über welche Möglichkeiten er im Offensivspiel verfügt und dass er der Mannschaft – in welcher Form auch immer – guttun könnte“.

Ob das schon morgen beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (13 Uhr) der Fall sein wird, wollte Eichner, der weiter auf Dirk Carlson (Rücken), Sebastian Jung (noch in der Platz-Reha) sowie seit dem Mittwochstraining auch Youngster Tim Breithaupt (Sprunggelenk) verzichten muss, noch nicht abschließend sagen: „Zu was es am Wochenende schon reichen wird, das werden wir die nächsten Tage sicher sehr genau beobachten.“ Dann werde man schauen, „was für eine Idee wir mit ihm haben“.


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