Ampel-Ärger in Neusatz

Bühl (mf) – In Neusatz werden Autofahrer derzeit durch eine Ampel ausgebremst. Diese steht an einer Baustelle, an der nicht oft gearbeitet wird. Das sorgt für Unmut im Ort. Die Stadt soll handeln.

Steht ein Autofahrer an der Einmündung der Waldmattstraße (links), kann er die Ampel nicht sehen und muss Vermutungen anstellen, was die Ampel gerade anzeigt – sofern keine Fahrzeuge an der Ampel warten. Foto: Martina Fuß

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Steht ein Autofahrer an der Einmündung der Waldmattstraße (links), kann er die Ampel nicht sehen und muss Vermutungen anstellen, was die Ampel gerade anzeigt – sofern keine Fahrzeuge an der Ampel warten. Foto: Martina Fuß

Sie stand nicht auf der Tagesordnung der Ortschaftsratssitzung in Neusatz, gleichwohl wurde wieder über sie diskutiert: die „ewige Baustelle“ beim Uhl-Gelände. Am Dienstagabend beim Punkt „Anfragen aus dem Ortschaftsrat“ kam sie zur Sprache, was zu Forderungen gegenüber der Stadt Bühl führte.

Als ob die Neusatzer nicht schon genug mit Straßensperrungen geplagt wären, gibt es zurzeit eine länger andauernde einseitige Behinderung auf der Schwarzwaldstraße, bei der Baustelle am Uhl-Gelände, die für mächtig Ärger sorgt: „Ich beantrage, dass die Sondernutzungserlaubnis für die Baufirma von der Stadt überprüft wird“, forderte Helmut Krampfert (SPD). Franz Fallert (CDU) ergänzte, dass die Strecke zum einen verkehrswidrig abgesperrt sei, zum anderen die Genehmigung nur eine einseitige Sperrung von 20 Metern vorsehe. Tatsächlich seien aber 80 bis 100 Meter abgesperrt. Und das, obwohl dort nur selten gearbeitet werde, tagelang sei kein einziger Arbeiter zu sehen. Beobachtungen, die andere Ortschaftsräte bestätigten.

Freier Gehweg ohne Beleuchtung

Dem nicht genug wiesen Alexander Zahn (CDU) und Ruth Altmeyer (FW) darauf hin, dass Autofahrer, von Waldmatt kommend, völlig im Unsicheren gelassen werden, in welcher Ampelphase sie sich gerade befinden. Der Pkw-Fahrer oder Fahrradfahrer habe keine Sicht auf die Ampel.

Franz Fallert (FW) verschärfte schließlich die Forderung seines Ratskollegen Krampfert an die Stadt Bühl: „Ich will nicht nur, dass die Sondernutzungserlaubnis überprüft wird, sondern dass sie nicht mehr verlängert wird.“

Offensichtlich ist die Geduld der Neusatzer mit der Langzeitbaustelle erschöpft. Dazu führt auch die Tatsache, dass die eine Seite des Gehweges, direkt an der Baustelle, nicht begangen werden kann und die andere Seite komplett ohne Beleuchtung ist. „Das geht absolut so nicht mehr weiter, da muss sich endlich etwas ändern“, forderte Manfred Kist (FW). Die Ortsverwaltung wird nun auf die Stadt Bühl zugehen und um Unterstützung bitten.

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Erstellt:
11. November 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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