Ampeln für gefährliche Kreuzungen

Rastatt (ema) – Aus Sicherheitsgründen will die Stadtverwaltung noch in diesem Jahr an zwei Kreuzungen im Rastatter Industriegebiet Ampeln errichten.

Mehr Sicherheit durch eine Ampel: Die „real“-Kreuzung auf der Rauentaler Straße.Vetter

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Mehr Sicherheit durch eine Ampel: Die „real“-Kreuzung auf der Rauentaler Straße.Vetter

Die Stadtverwaltung will noch in diesem Jahr für 130 000 Euro zwei weitere kniffelige Kreuzungen durch eine Ampel sichern. Handlungsbedarf sehen die Verkehrsexperten im Industriegebiet. Die vor Jahren gehandelte Lösung, einen Kreisverkehr zu bauen, ist jedoch durchgefallen.
In der Verkehrsplanung bedarf es meist eines langen Atems. Das zeigt sich an der Kreuzung Rauentaler Straße/Im Steingerüst/Zollersbühnstraße. Schon im Herbst 2009 (!) kündigte OB Hans Jürgen Pütsch bei einem Bürgergespräch in Rauental an, an der Kreuzung neben dem „real“-Markt aus Sicherheitsgründen einen Kreisel zu errichten.

Erkennbar getan hat sich in den vergangenen elf Jahren jedoch nichts. Doch jetzt hat die Verwaltung die Sicherung der „real“-Kreuzung ins diesjährige Tiefbauprogramm aufgenommen. Grund: Bei dem Knoten handele es sich um eine Unfallhäufungsstelle, heißt es aus dem Rathaus – überwiegend bedingt durch Abbiegeunfälle.

Kreisel fällt durch

Die Unfallkommission der Behörden präferiere für die Gefahrenstelle eine Ampel. Unabhängig davon habe der städtische Fachbereich Bauen und Verkehr geprüft, ob nicht doch ein Kreisel möglich ist, wie es bereits 2009 erwogen wurde. Ergebnis: Die öffentliche Fläche reicht nicht aus für die Errichtung eines ausreichend dimensionierten Kreisverkehrs. Einige Steinwürfe entfernt hatte sich die Verwaltung in der Vergangenheit anders orientiert. Im Industriegebiet existieren bereits Kreisel an den Kreuzungen Im Steingerüst/Berliner Ring und Untere Wiesen/Im Wöhr.

Die zweite Ampel, die im Industriegebiet für dieses Jahr geplant ist, wird an der Ecke Baulandstraße/Woogseestraße errichtet. Dort haben sich im Zuge der Ansiedlung des Möbelhauses Ehrmann die Verkehrsverhältnisse geändert. Die Woogseestraße wurde an die Baulandstraße angeschlossen. Weiter zunehmender Verkehr zeichnet sich ab, wenn das Edeka-Zentrallager auf der anderen Seite der K 3716 in Betrieb gehen wird. Zuletzt war die Rede von allein 220 Lkw-Fahrten pro 24 Stunden, die das Logistikzentrum auslöst.

Der Landkreis fordere deshalb eine Lichtsignalanlage, teilt die Stadtverwaltung mit. Ein Kreisel scheidet aus Sicht der städtischen Tiefbauer an dieser Stelle aus, weil die Verkehrsbelastungen der Kreisverkehrsarme sehr unterschiedlich seien und die Riesenlaster (Gigalinern) nur schwerlich abbiegen könnten.


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