Andreas-Diehlmann-Band rockt den Blues-Club in Lichtental

Baden-Baden (up) – Das in der deutschen Bluesrockszene beliebte Trio entführte das Publikum im Löwensaal mit Coversongs und Eigenkompositionen auf eine musikalische Reise in die späten 60er Jahre.

Werden ihrem guten Ruf gerecht: Andreas Diehlmann an seiner E-Gitarre (links), Bassist Jörg Sebald und Bernd Riehl am Schlagzeug. Foto: Ulrich Philipp

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Werden ihrem guten Ruf gerecht: Andreas Diehlmann an seiner E-Gitarre (links), Bassist Jörg Sebald und Bernd Riehl am Schlagzeug. Foto: Ulrich Philipp

Ihr guter Ruf war den Musikern um Gitarrist Andreas Diehlmann vorausgeeilt, spätestens seit ihrer Nominierung für die German-Blues-Challenge im Jahr 2018 galten sie schließlich als Shootingstars der deutschen Bluesrockszene. Am Samstag war das Trio aus Kassel auf Einladung des Blues-Clubs nach Lichtental gereist.

Dort bewies die Andreas-Diehlmann-Band im Löwensaal ihren Fans und denen, die es werden wollten, außergewöhnliche musikalische Fähigkeiten. Andreas Diehlmann an der E-Gitarre, Jörg Sebald am Bass und Bernd Riehl am Schlagzeug – das sind Meister ihres Faches, das zeigte sich schnell, denn von Anfang gingen die Rocker in die Vollen und heizten dem Publikum mächtig ein. Der Umgang Diehlmanns mit seiner E-Gitarre erinnerte zeitweise an die Spielweise von Jimmy Hendrix, dementsprechend dürfte sich das Publikum an die Rockmusik vom Ende der 60er Jahre erinnert haben, unter anderem wegen des Gebrauchs von Stilelementen wie sie auch die großen Vorbilder Deep Purple und ZZ Top einsetzten. Los ging es mit dem Song „Price to pay“ über „Them Chains“ zu „Soulshine“, die die Band ebenso kraftvoll wie technisch perfekt präsentierten.

Begeistertes Publikum gibt Zwischenapplaus und singt mit

Und wenn auch Eigenkompositionen im Mittelpunkt des Programms standen, wurden dennoch Songs gecovert, zum Beispiel der Jimmy-Hendrix-Klassiker „Little Wing“. Das Besondere daran war die Durchschlagskraft der Band, die die Originale vergessen machte. Alle drei Musiker nutzten ihre Chancen, Soloauftritte zu spielen und ernteten mehrfach Zwischenapplaus und begeisterte Zurufe. Diehlmann bezog das Publikum immer wieder mit in seine Show ein und animierte bei einigen Songs, den Refrain zu singen, zum Beispiel bei dem Stück „Rita“. „Ihr seid ein super Publikum, und was ist das Schicksal eines guten Publikums? Es muss mitsingen!“, stellte der Gitarrist klar.

Großes Lob erhielt der Frontmann auch von seinem Musikerkollegen Timo Gross, der mit seiner Band im Blues-Club „mindestens schon fünfmal“ aufgetreten ist und hier einmal ein Album produziert hat. „Andreas Diehlmann ist ein Ausnahmegitarrist“, stellte Gross im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt klar. Der hatte am Vortag seine Ehefrau Tina in Baden-Baden geheiratet und besuchte mit ihr zum Auftakt seiner Flitterwochen das Konzert. Das Publikum ließ das Trio am Ende eines mitreißenden Konzertes natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne, die unter anderem mit „Just got paid“ auch gewährt wurde.

In Sachen Corona hat sich die Anwendung der 2G-Regel unterdessen bewährt. „Alle Gäste haben ihren Impfnachweis bereitwillig vorgezeigt“, erklärte der Pressesprecher des Blues-Club, Michael Böhl, gegenüber dem Badischen Tagblatt.

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Erstellt:
28. September 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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