Angeln liegt bei der Jugend wieder im Trend

Ötigheim (HH) – Petrijünger arbeiten heute mit modernster Technik. Zunehmend lockt das Angeln auch wieder junge Menschen. Die Anglerkameradschaft Ötigheim baut gerade eine neue Jugendgruppe auf.

Petri-Jünger: Jugendlichen bietet die Anglerkameradschaft Ötigheim am fischreichen Friedrichsee ideale Voraussetzungen für Erfolgserlebnisse. Foto: Helmut Heck

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Petri-Jünger: Jugendlichen bietet die Anglerkameradschaft Ötigheim am fischreichen Friedrichsee ideale Voraussetzungen für Erfolgserlebnisse. Foto: Helmut Heck

Angeln sieht nicht nach einer aufregenden Beschäftigung für junge Menschen aus. Warum sieht man aber überall, wo geangelt werden darf, häufig Kinder und Jugendliche mit erstaunlichem Beharrungsvermögen? Antworten gibt es bei der Anglerkameradschaft Ötigheim am Friedrichsee.
Dort kann man den zwölfjährigen Roland treffen, dem seine Begeisterung fürs Angeln schon Meistertitel und eine Reihe von Pokalen eingebracht hat. Am liebsten fängt er Karpfen im Friedrichsee, der reich an Fischarten ist.

Wenn Roland sich mit seinem Vater, von dem er die Leidenschaft fürs Fischerhobby geerbt hat, mit Zelt und Ausrüstung am Ufer einrichtet, Köder präpariert und Angelruten in Stellung bringt, wird die Faszination begreifbar. Nebenbei lernt man, dass der Petrijünger 2.0 mit modernster Technik arbeitet. Beißt ein Fisch an, bimmelt kein Glöckchen mehr, der Fang meldet sich per Tonsignal und LED.

Für den Einstieg sind solche Gerätschaften nicht erforderlich. Interesse genügt, mehr braucht es bei der Anglerkameradschaft nicht, um den Anfang zu wagen. Diesen Sommer hat der Verein eine Initiative gestartet, um eine neue Jugendgruppe neu zu formieren.

Grundlagen werden vermittelt

Begonnen wird bei den Grundlagen der Angelei. „Natur erleben und verstehen“ lautet das Motto, unter dem Kinder ab einem Alter von sieben Jahren angesprochen werden. Zwei Treffen für Interessierte und ihre Eltern haben schon stattgefunden, am kommenden Donnerstag, 9. September, findet um 18 Uhr am Friedrichsee das dritte statt. Dabei soll über Inhalte und Ziele der Jugendausbildung informiert werden. Peu à peu will man den Nachwuchs in Theorie und Praxis mit dem klassischen Angeln vertraut machen, Gerätekunde nahe bringen, das Fischen sowie den Umgang mit gefangenen Fischen einschließlich deren Verwertung einüben.

Weitere Interessenten willkommen

Es gehe darum, Interesse an Natur zu wecken, unterschiedliche Arten von Gewässern kennenzulernen, und um Pflanzenkunde. Spielerisch soll gelernt werden, Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Bei alldem wird das Angeln den Kern der Aktivitäten bilden. Zur Jugendarbeit gehören außerdem Ferienspaßaktionen, Zeltlager und andere Unternehmungen wie die Teilnahme am traditionsreichen Fünf-Dörfer-Fischen mit Gleichaltrigen aus Anglervereinen der näheren Umgebung.

Beim vergangenen Treffen haben sich schon rund zehn Interessenten für die Jugendgruppe gemeldet. Am Donnerstag soll sie gebildet werden. Das erste Jahr ist kostenfrei. Zum Auftakt darf gleich gefischt werden. Überhaupt dürfen schon Kinder unter zehn Jahren angeln, wenn ein Erwachsener mit Anglerschein die Aufsicht hat. Ab zehn Jahren ist ein bei der Gemeinde erhältlicher Jugendfischereischein erforderlich. Weitere Auskünfte sind vorab von Andreas Preussner, (07222) 4011019 oder Lars Kohm zu bekommen, Telefon (07222) 69370.

Zum Treffpunkt an der Vereinshütte am Friedrichsee gelangt man über eine Treppe, die am südlichen Ende des Areals ein paar Meter neben der B3 bei einem unbefestigten Parkplatz hinunterführt. Man kann auch an der eigentlichen Zufahrt etwa in der Mitte des Areals parken und ab der Schranke den Fußweg nehmen.

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Erstellt:
5. September 2021, 12:04 Uhr
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