Schulleiterin in Baden-Baden verabschiedet

Baden-Baden (vr) – Irmgard Hanfland, die langjährige Leiterin der Stulz-von-Ortenberg-Schule in Lichtental, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Sie hat die Schule 29 Jahre lang mitgestaltet.

Irmgard Hanfland, Jens Ohlott (rechts) und Benjamin Raithl, der neue stellvertretende Schulleiter, vor Bildern, die Schüler zum Abschied gemalt haben. Foto: Veruschka Rechel

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Irmgard Hanfland, Jens Ohlott (rechts) und Benjamin Raithl, der neue stellvertretende Schulleiter, vor Bildern, die Schüler zum Abschied gemalt haben. Foto: Veruschka Rechel

„Nur begeisterte Lehrer sind in der Lage, die Schüler mit ihrer Begeisterung anzustecken“, ist Irmgard Hanfland überzeugt. Sie selbst ist das beste Beispiel dafür. Obwohl die gebürtige Bonnerin bereits seit 29 Jahren an der Stulz-von-Ortenberg-Schule unterrichtet und 2013 die Leitung übernahm, sprüht sie immer noch vor Enthusiasmus.

Und das bis zum 21. Juli, dem Tag ihrer offiziellen Verabschiedung in den Ruhestand. Zu diesem Anlass wurde sie im herrlichen Klostergarten der Schule gebührend gefeiert. Ihr bisheriger Stellvertreter und Nachfolger, Jens Ohlott, hatte es sich nicht nehmen lassen, ein Überraschungsprogramm für seine „Chefin“ auf die Beine zu stellen. Jeder Punkt sprach für die Beliebtheit der scheidenden Schulleiterin. Nach dem Lied des Lehrerchors „Möge die Straße uns zusammenführen“ begann Jens Ohlott mit der Kür der Reden. Er attestierte Irmgard Hanfland unter anderem, dass sie immer mit absoluter Zuverlässigkeit und wertschätzend für das Kollegium da gewesen sei. Mit ihrer rheinischen Frohnatur, Warmherzigkeit und Geradlinigkeit habe sie geholfen, nötige Veränderungen anzustoßen und mitzugestalten, aber auch, manches zu bewahren.

Anschließend gab Dr. Kirsten Klingler, leitende Psychologin im Kinder- und Jugendheim Baden-Baden, eine witzige Büttenrede im niederdeutschen Heimatdialekt von Irmgard Hanfland zum Besten und schloss mit den Worten: „En Abschied, datt wesse mir schon lang, datt maach doch kejne Bonner bang!“

Viele Urlaube in Planung

Auch Oberbürgermeisterin Margret Mergen dankte der langjährigen Schulleiterin für ihre Verdienste. In ihrer Abschiedsrede ließ Irmgard Hanfland ihre fast drei Jahrzehnte währende Zeit an der Stulz-von-Ortenberg-Schule Revue passieren. Als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung und den Bildungsgängen Grundschule, Werkrealschule, Realschule und Lernen sei diese Schule immer eine große Herausforderung für sie gewesen.

Fällt es ihr nach so vielen Jahren schwer, von „ihrer“ Schule Abschied zu nehmen? „Einerseits bin ich erleichtert, dass es für mich jetzt keinen fremdbestimmten Kalender mehr gibt, andererseits bin ich traurig über die Trennung von meinen Kollegen, von denen über die Jahre viele zu Freunden geworden sind.“ Doch man werde sich regelmäßig treffen. „Schon vor Corona wollte ich einen Stammtisch für ehemalige und noch aktive Kollegen ins Leben rufen.“ Mit ihnen wird auf jeden Fall extra Abschied gefeiert, da zur offiziellen Feier wegen der Abstandspflicht nur 50 externe Gäste eingeladen waren.

Doch erst einmal sind Urlaube angesagt. „Als nächstes geht’s nach Amrum, im November in die Lombardei, im kommenden Juni mit der Queen Mary von Southampton nach New York und im September nach Südafrika“, zählt Hanfland auf. Es ist unschwer erkennbar, dass Reisen ihre zweite große Leidenschaft sind, für die sie jetzt viel Zeit hat. Denn ihre erste, ihr Beruf, hat jetzt ein ruhmreiches Ende gefunden.

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Erstellt:
23. Juli 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
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