Ansturm aufs Winterparadies am Kaltenbronn

Gernsbach (vgk) – Schlittenfahren, Langlaufen, Ski- und Snowboardfahren: Auf dem Kaltenbronn ist am Wochenende viel los.

Ski und Rodel gut: Viele Ausflügler nehmen für den Winterspaß auf dem Kaltenbronn weite Wege auf sich. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Ski und Rodel gut: Viele Ausflügler nehmen für den Winterspaß auf dem Kaltenbronn weite Wege auf sich. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Ski und Rodel gut: So lautete über das Wochenende die Devise im Höhengebiet Kaltenbronn. Langläufer konnten sich über gespurte Loipen freuen. Freie Parkplätze waren am Samstagnachmittag kaum noch zu finden. Ein großer Teil der Ausflügler nahm für den Winterspaß weite Wege auf sich. Die Autokennzeichen verrieten es.

Mehr als 20 Zentimeter Neuschnee in nur einer Nacht pünktlich zu Ferienende brachte die Wintersportler auf die Bretter oder die Schlitten. Das Wetter passte. Die Temperaturen mit durchschnittlichen moderaten minus drei Grad Celsius und der eine oder andere Sonnenstrahl lockten am Samstag in der Hauptsache Familien und Langläufer auf den Kaltenbronn. Im Infozentrum herrschte entspannte Ruhe. „Das mag an der für einen Besuch bei uns herrschenden 2G-Plus Regel liegen“, mutmaßte Mitarbeiter Patrick Lehmann.

Junges Genre: Bergauf-Rodeln

Auf dem daneben liegenden Schlittenhang herrschte hingegen fröhliches Treiben. Gerodelt wurde auf allem, was Rodelspaß versprach. Das konnte der klassische Holzschlitten, der Bob mit Lenkung oder ein schlichter Rodelteller sein. Snowboarder und Skifahrer kamen auf der gegenüberliegenden Seite voll auf ihre Kosten. Kürzere Wartezeiten mussten vor dem Skilift eingeplant werden. Für die Nutzer und ungetrübten Ski-Spaß galt ebenfalls die 2G-Plus-Regel, wie die Skiliftbetreiber betonten.

Ein noch junges Genre ist auf dem Kaltenbronn das Bergauf-Rodeln.

Parkverbot: Viele Erholungsuchende lassen sich von der erfolglosen Suche nach einem regulären Parkplatz nicht abhalten. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Parkverbot: Viele Erholungsuchende lassen sich von der erfolglosen Suche nach einem regulären Parkplatz nicht abhalten. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Die umgebauten Sicherheitsrodel werden dafür direkt an den Schlepplift gehängt. Die Talabfahrt erfolgt im Anschluss über eine etwas abseits vom Skihang angelegte Rodelstrecke. So gut wie alle der 20 Schlitten waren bis zum Nachmittag in Betrieb, sagte ein zufriedener Tobias Kleinert im BT-Gespräch. Er ist der Bruder von Jens Kleinert, einem der Skiliftbetreiber. „Die meisten probieren es erst einmal im Rahmen einer Einzelfahrt aus, bevor sie ein Stundenticket buchen“, erzählte dieser.

Ebenfalls zufrieden mit dem Verlauf des Wintersporttags zeigte sich Linus Müller von der Bergwacht Pforzheim. Bis zum Nachmittag gab es keine besonderen Vorkommnisse. Ohne Ergebnisse blieben bis dahin die Erkundungsfahrten mit dem Schneemobil auf den gespurten Loipen.

Eine Kehrseite der Medaille: der Autoverkehr

Die Kehrseite des regen Treibens war der Autoverkehr. Bereits die ersten Parkplätze von Reichental aus kommend waren mit Fahrzeugen voll besetzt. Auf Stellplätze wartende Autos, Suchverkehr und Parken im Halteverbot waren an der Tagesordnung. Den Linienbus nutzten nur wenige Besucher des Höhengebiets. Im Durchschnitt rund zehn Fahrgäste pro Fahrt, wie einer der Busfahrer auf Nachfrage darlegte. Auf eine genau Fahrgastanzahl wollte sich dieser nicht festlegen lassen, da er sich die Route mit einem Kollegen teilt.


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