Viel Lob für ersten Antikmarkt auf dem Paradeplatz

Rastatt (fuv) – Die Premiere des Antikmarkts auf dem Paradeplatz in Rastatt ist gelungen. Die Veranstalter wünschen sich eine Neuauflage.

Bislang gab es einen Antikmarkt schon in der Badner Halle. Auf dem Paradeplatz ist das Angebot eine Premiere. Foto: Frank Vetter

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Bislang gab es einen Antikmarkt schon in der Badner Halle. Auf dem Paradeplatz ist das Angebot eine Premiere. Foto: Frank Vetter

Dreimal Wochenmarkt, wöchentliche Flohmärkte, Frühlings- und Bauernmarkt in Verbindung mit den verkaufsoffenen Sonntagen – Rastatt ist Marktstadt. Am Samstag gesellte sich ein Antikmarkt hinzu.

„Demenzprophylaxe“ nennt Bernhard Scierski schmunzelnd sein Engagement auf Antikmärkten. Der Schwabe aus Erdmannhausen in der Nähe von Stuttgart war in seinem Berufsleben im Verlagswesen tätig. Nun bietet der 68-Jährige antiquarische Bücher und Rosenkränze auf dem Rastatter Antikmarkt an. „Da bin ich Spezialist“, erklärt Scierski und erläutert, dass es Gebetsketten als Meditationsutensil ja in mehreren Religionen gebe. Er hat seinen Stand in der Passage zwischen Markt- und Paradeplatz aufgebaut. Die Veranstaltung sei hervorragend organisiert, lobt er; auch wenn die Toilettenausstattung für die Aussteller besser sein könnte.

Umsatz könnte besser sein

100 Jahre müsse ein Gegenstand alt sein, um offiziell als antik gelten zu können, klärt Peter Meyer auf. Mit seiner Frau Marga ist er aus dem saarländischen Völklingen nach Rastatt gekommen. „Mindestens jedoch müssen 60 Prozent original sein“, fügt er an. Meyer muss es wissen, er habe die TV-Sendung „Der Trödeltrupp“ erfunden und sei selbst 18 Mal in der Sendung zu sehen gewesen, erzählt er. Die Location auf dem Paradeplatz findet er gut. Es seien auch viele Menschen unterwegs, der Umsatz könne jedoch besser sein. Aber als er das feststellt, hat der Markt gerade einmal drei Stunden geöffnet.

„Sehr schön und tolle Auswahl“

Viele Rastatter verbinden den samstäglichen Wochenmarktbesuch mit einem Abstecher zum Antikmarkt; das sorgt für eine hohe Frequenz, die nach 13 Uhr nachlässt. „Es gibt gar nicht so viele richtige Antik-Märkte“, stellt Martina Bachmann aus Höchstadt an der Donau fest. Dort verkauft sie in ihrem Geschäft „Glitzer & Glamour“, Silber-und Modeschmuck. Auf dem Paradeplatz bietet sie so exotisch klingende Dinge wie Hutnadeln an. Ein ganz besonderes Exponat ist ein Messing-Armband aus dem Jahr 1914; gefertigt aus einer Granate und verziert mit einem kleinen eisernen Kreuz. An ihrem Stand freut sich Alfred Kühne: „Hier gibt es ja richtig antike Sachen.“ Der Neu-Rastatter aus Soest hat den Antikmarkt beim Einkaufen entdeckt. Er zeigt sich begeistert. Die Atmosphäre, die Präsentation, alles bestens, lobt er. „Sehr schön und eine tolle Auswahl“, urteilt Rainer Löffler. Der Floh- und Trödelmarktfan aus Heidelberg hat über eine App vom Event in Rastatt erfahren und eine Lampe erstanden.

Besucher wie Händler loben der Antikmarkt. Auch Organisator Wolfgang Koch zeigt sich am frühen Nachmittag zufrieden. Es herrsche eine tolle Atmosphäre. „Der Markt passt zu Rastatt“, sagt er und wünscht sich eine Neuauflage. Koch betreibt mit einem Partner eine Agentur, die Städte im Citymanagement berät und Maßnahmen zur Innenstadtbelebung organisiert.


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