Applaus und gute Laune

Gaggenau (stn) – Das Gerhard-Eibler-Haus der Gaggenauer Altenhilfe macht mit bei der Jerusalema-Challenge. Für das selbst gedrehte Video erhält das Team viel positive Rückmeldung.

Eine Woche hat das Team in Kleingruppen trainiert, bis die Choreografie zum Hit „Jerusalema“ im Kasten war. Foto: Gerhard-Eibler-Haus

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Eine Woche hat das Team in Kleingruppen trainiert, bis die Choreografie zum Hit „Jerusalema“ im Kasten war. Foto: Gerhard-Eibler-Haus

Die Corona-Pandemie verlangt auch vom Klinik- und Pflegepersonal enorm viel ab. Unermüdlich sind sie im Einsatz, um die Versorgung von älteren und kranken Menschen aufrechtzuerhalten. Dass es trotz der angespannten Lage aber auch Positives gibt, beweist nun das Team des Gerhard-Eibler-Hauses der Gaggenauer Altenhilfe. In einem selbst gedrehten Video tanzen sie zum Lied „Jerusalema“ von Master KG und versprühen dabei jede Menge gute Laune.

Die Idee, bei der Jerusalema-Challenge mitzumachen, habe eine Mitarbeiterin des Gerhard-Eibler-Hauses gehabt, erzählt Einrichtungsleiter Ronny Wiss-Rauchfuß: „Sie hat auf Youtube gesehen, dass andere Kliniken ein Video ins Internet gestellt haben, und gefragt, ob man das nicht auch im Gerhard-Eibler-Haus machen könnte.“ Wiss-Rauchfuß hat zugestimmt – und so hat man sich dann innerhalb der Mitarbeiterschaft auf die Suche nach Freiwilligen gemacht, die Lust hatten, das Tanzbein zu schwingen. Etwa 15 Mitarbeiter haben sich auf diese Weise zusammengefunden.

Etwas Positives für die Allgemeinheit

In dem rund dreiminütigen Video sieht man die Gruppe sowohl tanzend im Treppenhaus, auf den Gängen und in den Räumen innerhalb des Gebäudes, aber auch in Außensequenzen vor dem Haus. Einige Personen haben ihre normale Arbeitsbekleidung an, andere sind im Ganzkörperschutzanzug. Und wieder andere halten Schilder mit dem Logo der „WIR Gaggenauer Altenhilfe“ sowie den Botschaften „Wir bleiben für euch da! Bleibt ihr für uns daheim!“ und „Tu, was du kannst, mit dem, was du hast, da, wo du bist.“ in die Höhe. Etwa eine Woche hat das Team in Kleingruppen geübt – so wie es der Dienstplan gerade erlaubte –, bis die Schritte saßen.

„Wir befinden uns in einer angespannten, dynamischen Lage, die auch die Mitarbeiter betrifft. Doch trotz der Anspannung wollten sie für die Allgemeinheit etwas Positives auf die Beine stellen,“ erläutert Wiss-Rauchfuß die Intention.

Das Ergebnis kommt bei den Zuschauern auf jeden Fall gut an, wie die Klickzahlen im Internet beweisen: Das Video wurde am 2. Februar hochgeladen. Mittlerweile wurde es bereits 2.330-mal bei Youtube aufgerufen und hat 294 Likes auf Facebook bekommen, darunter sind viele positive Kommentare zu lesen wie „Super – schön gemacht.“ oder „Eine superschöne Idee.“ und applaudierende Emojis.

Viel Applaus bekam das Team des Gerhard-Eibler-Hauses für seine Tanzeinlage auch im echten Leben, denn der Videodreh blieb der Öffentlichkeit selbstverständlich nicht lange verborgen. „Bei der Aufnahme der Außensequenzen hatten wir, aufgrund der Musik in entsprechender Lautstärke, ein breites Publikum“, weiß Wiss-Rauchfuß zu berichten. „Die Bewohner aus den umliegenden Häusern hatten einen direkten Blick auf das Geschehen.“ Auch Angehörige der Hausbewohner und Passanten hätten den Videodreh verfolgt und mit Beifall honoriert.

Die zahlreiche positive Rückmeldung überrascht den Einrichtungsleiter: „Es freut uns, aber mit einer Resonanz in dieser Dimension haben wir nicht gerechnet.“

Gaggenauer Fastnachtsvereine kreieren eigene Version des Coronahits

Die Jerusalema-Challenge findet in Gaggenau übrigens noch weitere Nachahmer: So haben sich bereits im Dezember vergangenen Jahres etwa die Michelbacher Haffe-Riewer mit anderen lokalen Fastnachtsvereinen wie den Gumbe-Dämonen, den Sagenweg-Dämonen, den Murgtäler Rotzschlompen, den Gaißstatt-Geiß, den Amalienberg-Trollen und der Narrenzunft Schmalzloch Hörden zusammengeschlossen und eine viereinhalbminütige Fastnachtsedition zum afrikanischen Coronahit kreiert. „Um in der aktuellen Lage etwas gemeinsam zu machen“, wie sie auf Facebook schreiben, und bei den Zuschauern trotz der abgesagten Kampagne etwas Fasentgefühle zu wecken.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nora Strupp

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Erstellt:
5. Februar 2021, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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