Arbeiten am Trottenplatz in Eisental kommen voran

Bühl (sre) – Die Umgestaltung des Trottenplatzes in Eisental läuft auf Hochtouren und soll bis Mai 2021 dauern. Nächste große Aufgabe ist die Treppenanlage vor der Schartenberghalle.

Im Bereich vor der Schule kann man schon erahnen, wie der Platz einmal aussehen wird: Das neue Pflaster ist in diesem Abschnitt bereits verlegt. Foto: Sarah Reith

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Im Bereich vor der Schule kann man schon erahnen, wie der Platz einmal aussehen wird: Das neue Pflaster ist in diesem Abschnitt bereits verlegt. Foto: Sarah Reith

Viel zu tun ist noch immer auf dem Trottenplatz in Eisental: Als Nächstes nimmt man auf der städtischen Großbaustelle den Bereich an der Schartenberghalle in Angriff. Bis Mai 2021 soll die Umgestaltung des zentral gelegenen Platzes insgesamt dauern.

Die Bauarbeiten verlaufen laut Wolfgang Schuchter, städtischer Abteilungsleiter Tiefbau, planmäßig. Auch das Ende der Maßnahme im Mai nächsten Jahres sei von Anfang an so vorgesehen gewesen, heißt es aus dem Bühler Rathaus auf BT-Nachfrage. Beim symbolischen Spatenstich im August vergangenen Jahres habe man einen falschen Termin kommuniziert. Wie berichtet, war damals von 15 bis 18 Monaten Bauzeit die Rede gewesen und OB Hubert Schnurr hatte die Hoffnung geäußert, spätestens Ende dieses Jahres, pünktlich zum Adventsmarkt im Ort, fertig zu werden.

Ganz so schnell geht es bei dem Großprojekt aber offenbar nicht, das laut Schuchter rund 1,84 Millionen Euro kosten wird. Auf dem Areal ist, wie in der Bühler Innenstadt, ein Belag mit Betonpflaster in Granitoptik vorgesehen. Umgesetzt wird ein innovatives Konzept, bei dem alle Verkehrsteilnehmer die Fläche gleichberechtigt benutzen können („Shared Space“). Dort, wo es früher schmale Straßen mit einer dreieckigen Grünfläche und Parkplätzen in der Mitte gab, soll zwischen DORV-Zentrum, Schule und Schartenberghalle ein offener Platz treten.

Bereich vor der Schule bereits fertiggestellt

Für grüne Elemente und neue Bäume auf dem Areal, auf dem der alte Baumbestand zum Teil gefällt werden musste, soll ebenfalls gesorgt werden. In den vergangenen Monaten ist neben Arbeiten im Untergrund an Rohren und Kanälen auch bereits an der Oberfläche gearbeitet worden: Im Bereich vor der Schule kann man bereits erahnen, wie der Platz einmal aussehen soll.

Als Nächstes steht laut Schuchter nun die Treppenanlage vor der Schartenberghalle auf der Agenda. Diese wird mit Granitstufen neu gestaltet. Der dafür notwendige Stein stammt aus Portugal und ist bereits geliefert worden.

Die für den Platz namensgebende Weinpresse, eine große alte Trotte, befindet sich dort schon nicht mehr: Sie ist mittlerweile in die Nähe des Erlebnisgartens oberhalb des Ortes transportiert worden, wo sie zwischengelagert wird.

Später soll sie laut Ortsvorsteher Jürgen Lauten auf einem Privatgrundstück direkt am Fußweg von der Ortsmitte in Richtung Kneipp-Becken ihren endgültigen neuen Standort bekommen. So bleibe sie für Einheimische und Besucher auch künftig direkt an einem Wanderweg sichtbar.

Neuer Standort für Trotte wird hergerichtet

Nachdem die Trotte den Transport gut überstanden habe, werde demnächst ihr neuer Standort hergerichtet und sie dann endgültig umgesetzt. Man habe sich sehr gefreut, dieses Angebot von dem Grundstücksbesitzer zu bekommen, berichtete Ortsvorsteher Lauten.

Mit der historischen Trotte seien, auch wenn sie nicht originär aus Eisental, sondern aus Südtirol stammt und in der Bühler Reblandgemeinde erst in den 1970er Jahren aufgestellt wurde, für viele Bürger zahlreiche Erinnerungen verbunden.

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Erstellt:
6. September 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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