Arbeiten im Rosenneuheitengarten

Baden-Baden (kos) – Auf dem Beutig tut sich was: Im Baden-Badener Rosenneuheitengarten bereitet man sich derzeit auf die neue Saison vor. Auch Veranstaltungen sind wieder geplant.

Zusammen mit der ehrenamtlichen Alisa Smith (Mitte) planen Volker Soethoff (links) und Markus Brunsing (rechts) auch in diesem Jahr die Öffnung des beliebten Gartens. Foto: Konstantin Stoll

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Zusammen mit der ehrenamtlichen Alisa Smith (Mitte) planen Volker Soethoff (links) und Markus Brunsing (rechts) auch in diesem Jahr die Öffnung des beliebten Gartens. Foto: Konstantin Stoll

Noch blüht kaum etwas im Rosenneuheitengarten der Kurstadt. Die Vorbereitungen für die neue Saison am Beutig laufen trotz Pandemie und kühlem Wetter dennoch auf Hochtouren. Wie die Umsetzung des Wettbewerbs und der traditionellen Open-Air-Veranstaltungen im Sommer aussehen kann, muss flexibel gehandhabt werden.

„Die Natur ist noch ein bis zwei Wochen zurück“, beschrieb Markus Brunsing, Fachgebietsleiter Park und Garten, die Folgen des ungewöhnlich kühlen Aprils für die Rosen. Durch niedrige Temperaturen und wenig Regenwasser verzögere sich der Start der Rosenneuheiten voraussichtlich um wenige Wochen, sagte Brunsing voraus. Da die Hauptsaison üblicherweise ab Mitte Juni stattfindet, sei allerdings noch etwas Zeit bis zur traditionellen Rosenbewertung.

Brunsing verriet, dass die aktuelle Planung den 15. Juni als Starttermin vorsehe, ab dem eine Fachjury in der Anlage die Rosenneuheiten bewerten könne. Wie genau die Durchführung im zweiten Pandemiejahr stattfinden kann, sei zwar noch unklar. Man hoffe aber, dass zu besagtem Termin eine kleine Jury die Preisdurchführung vor Ort auf dem Beutig vornehmen könne. Denn auf digitalem Wege würden wichtige Eindrücke der Rosen wie der Geruch fehlen, und viel hänge dabei von der Bildqualität ab, sagte Volker Soethoff, Vorarbeiter in den Rosengärten Baden-Badens.

128 Rosenneuheiten im Rennen

Im Rennen sind in diesem Jahr 128 Rosenneuheiten von 29 verschiedenen Züchtern aus elf Ländern, wie Brunsing und Soethoff angaben. Insgesamt gebe es in Baden-Baden etwa 1.000 verschiedene Sorten der Zierpflanze. Etwa 539 davon gelten laut Brunsing als Rosenneuheiten. Die meisten der Kreationen haben es relativ gut durch den Winter geschafft. Aktuell seien jedoch die knappe Regenmenge und der Spätfrost im April problematisch für den Austrieb der Pflanzen, erklärte Soethoff mit Blick auf den Juni. Ob und wann der Rosengarten für die Besucher geöffnet werden kann, sei jetzt noch nicht abzusehen, gab Brunsing an. Gerade während der Pandemie seien die öffentlichen Gärten wie die Lichtentaler Allee, die Gönneranlage und der Rosenneuheitengarten auf dem Beutig die wenigen verbliebenen Freizeitangebote der Stadt. Mit den Rosenneuheiten wolle man diesbezüglich einen Beitrag für die Abwechslung in der Corona-Zeit leisten, blickte Brunsing auf die derzeitige Corona-Lage.

In den vergangenen Jahren war der Rosengarten zudem vor allem in den Sommermonaten eine idyllische Kulisse für Open-Air-Veranstaltungen wie die Rosenkonzerte der Philharmonie Baden-Baden und das sogenannte Mondkino unter freiem Himmel. Auch 2021 seien Termine dafür schon reserviert, verriet Brunsing: So sei für die zweite Junihälfte das traditionelle Rosenkonzert angedacht, während das Mondkino zwischen Ende Juli und Ende August geplant sei.

Mit Blick auf die derzeitige Pandemielage, die ein flexibles Reagieren erfordere, bleiben die Verantwortlichen jedoch grundsätzlich optimistisch. Sowohl für den Rosenwettbewerb, die Sommerveranstaltungen als auch die Öffnung für die Besucher gebe es Planungen und handfeste Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, die bei Bedarf umgesetzt werden könnten. Aktuell gelte es, die Lage zu beobachten und gemäß den Verordnungen angemessen zu reagieren, fasste Brunsing zusammen

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Erstellt:
5. Mai 2021, 08:30 Uhr
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