Plittersdorf: „Asphalt“ oder Hundeeis rund um die Uhr

Rastatt (yd) – Giuseppe Cimino, Betreiber von „Eis Rimini“ in Plittersdorf, hat einen Automaten angeschafft, der die Wünsche der Kunden über die Öffnungszeiten der Eisdiele hinaus bedient.

24 Stunden im Dienst: Giuseppe Cimino von „Eis Rimini“ vor seinem neuen „Gelatomat“. Foto: Yvonne Hauptmann

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24 Stunden im Dienst: Giuseppe Cimino von „Eis Rimini“ vor seinem neuen „Gelatomat“. Foto: Yvonne Hauptmann

Giuseppe Cimino, Inhaber von „Eis Rimini“ in Plittersdorf, hat seit Ostermontag einen neuen Mitarbeiter. Er ist kundenfreundlich, hat immer das passende Wechselgeld parat und keinerlei Probleme damit, Überstunden zu machen. Die Rede ist vom „Gelatomat“, einem Eis-Automaten, der fortan das Angebot der Plittersdorfer Eisdiele über deren Öffnungszeiten hinaus ergänzt.
„Ich wollte mal wieder etwas Neues wagen, einen Trend setzen“, sagt Cimino, der auch bei seinen Eissorten immer mit der Zeit geht. Vier Automaten hat Cimino, der sich gerne auch selbst als „der Eis-Mann“ bezeichnet, angeschafft. Wie viel er investiert hat, verrät er nicht. „Es war aber einiges“, versichert er. Auch die Standorte der anderen drei Automaten sollen vorerst noch geheim bleiben. „Wir sind noch in der Testphase. Es kann sein, dass sie noch an einen anderen Ort umziehen.“ Alle drei befänden sich jedoch in Karlsruhe, so Cimino,

Rund 20 Sorten enthalten

Rund 20 Sorten Eis enthält der Plittersdorfer „Gelatomat“, abgefüllt in zwei Bechergrößen à 150 oder 550 Milliliter. Für 2,90 beziehungsweise sieben Euro spuckt der Automat die gewünschte Sorte aus, zuvor wird über ein Touch-Panel ausgewählt ob es lieber ein Sorbet (sprich: Fruchteis) oder ein Milchspeiseeis (Vanille, Joghurt, Stracciatella oder auch „Plittersdorfer Asphalt“) sein darf. Und auch das von Cimino kreierte Hunde-Eis oder Gutscheine für die Eisdiele gibt es. Bezahlt wird ganz klassisch mit Bargeld, aber auch die Zahlung per Karte, PayPal oder Handy sind möglich. „Das Kontaktlose ist wichtig“, erklärt Cimino. Viele Kunden seien aufgrund der Pandemie noch immer vorsichtig.

Weitere Automaten geplant

Gekühlt auf minus 18 Grad ist das Eis bis zu einem Jahr haltbar. Das heißt allerdings nicht, dass Cimino und seine Mitarbeiter den Automaten nur selten bestücken müssen. „Gestern mussten wir zweimal nachfüllen“, sagt der „Eis-Mann“ und lacht. „Das Ding hier läuft richtig gut.“ Viele Kunden scheuten die lange Schlange, die sich gerade an Sonn- und Feiertagen vor „Eis Rimini“ bildet. „Die können sich jetzt einfach hier ihr Eis holen, ein Löffel ist im Becher mit drin.“ Das Eis aus dem Automaten sei zwar etwas niedriger temperiert als das, was in der Eisdiele über die Theke gehe, die meisten Kunden würden es aber ohnehin nicht vor Ort essen. „Bis man daheim ist, hat es dann die perfekte Temperatur“, sagt der Profi, der sich wundert, zu welchen Uhrzeiten manch einen der Eishunger packt. „Vorgestern wurde um 3.24 Uhr noch ein Becher hier verkauft.“

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr sollen die Eisautomaten fortan laufen – also auch im Winter? „Gerade im Winter, wenn die Eisdiele zu ist. Viele Kunden haben sonst immer zum Ende der Saison Eis für den Winter in der Gefriertruhe gehortet. Die können es sich jetzt hier abholen“, sagt Cimino, der für sein neues Angebot eigens einen Mitarbeiter für die Wartung und das Bestücken der Automaten eingestellt hat.

Der „Eis-Mann“ plant übrigens, in dieser Saison noch weitere „Gelatomaten“ anzuschaffen. Wo genau diese dann stehen werden, ist noch offen. Auf den Social-Media-Kanälen seiner Eisdiele läuft diesbezüglich gerade eine Umfrage – zahlreiche Fans der Plittersdorfer Eismanufaktur finden, dass so ein Automat unbedingt in ihrem Heimatort stehen sollte. Es scheint also, als würde Cimino mit seinem Angebot ins Schwarze treffen.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Yvonne Hauptmann

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Erstellt:
20. April 2022, 16:18 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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