Asphalt zu weich: „Missliche Lage“ auf K 3737

Bietigheim/Elchesheim-Illingen (dm) – Zwei Prüfinstitute sollen den Ursachen für die Mängel im neuen Fahrbahnbelag der Kreisstraße zwischen Bietigheim und Elchesheim-Illingen auf die Spur kommen.

Vorübergehend nur temporeduziert befahrbar: Die neue Fahrbahndecke auf der Kreisstraße zwischen Bietigheim und Elchesheim-Illingen ist mangelhaft. Foto: Frank Vetter

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Vorübergehend nur temporeduziert befahrbar: Die neue Fahrbahndecke auf der Kreisstraße zwischen Bietigheim und Elchesheim-Illingen ist mangelhaft. Foto: Frank Vetter

Wie konnte das passieren? Gerade geht die Erneuerung der Fahrbahndecke auf der K 3737 zwischen Bietigheim und Elchesheim-Illingen ihrem Ende entgegen, da wird bemerkt: Das aufgetragene Material ist zu weich. Rund vier Wochen war die Verbindungsstraße wegen der Arbeiten gesperrt, nun wird nach den genauen Ursachen der Misere gesucht. Und bald heißt es womöglich wieder: Alles auf Anfang.

Wie bereits berichtet, ist die Straße bis dahin vorübergehend für den Verkehr freigegeben – aufgrund des neuen Belags und der fehlenden Markierung allerdings nur mit Tempo 50. Damit es zu keinen „kritischen Situationen“ kommt, appelliert das Straßenbauamt des Landkreises an die Verkehrsteilnehmer, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.

„Das ist so nicht hinnehmbar“

Amtsleiter Thomas Marx spricht von einer „misslichen Lage“. In der vergangenen Woche sei die Deckschicht aufgebracht worden, danach habe man sie zur Aushärtung abkühlen lassen. Als dann aber zur Fertigstellung der seitlichen Bankette Bagger und Lkw über den neuen Belag fuhren, hätten sich direkt Fahrspuren und Eindrücke gezeigt. „Das ist so nicht hinnehmbar.“ Man habe daraufhin zwei unabhängige Prüfinstitute eingeschaltet.

„Wir werden darauf bestehen, dass wir eine Deckschicht wie bestellt bekommen“, so Marx; das heißt für ihn: Nicht sanieren, sondern abtragen und neu auftragen. Was genau und warum mit dem Material nicht stimme, könne zum jetzigen Zeitpunkt indes noch niemand sagen. Analyse und Aufklärung seien daher auch im Interesse der Baufirma, schließlich gehe es um eine sechsstellige Summe. Der komplette Straßenbau-Auftrag war für rund 300.000 Euro vergeben worden.

Im Verbund mit der Abriegelung der Verbindung zwischen Bietigheim und Durmersheim wegen Erschließungsarbeiten (alte B 36) hatte die Kreisstraßensperrung zuletzt zu einigen Verkehrswirrungen auf der Hardt geführt. Dass es nun aber nach amtlicher Schätzung Sommer werden könnte, bis man Ursache und Lösung für das Malheur auf der K 3737 gefunden habe und die Straße so lange befahrbar bleiben soll, schafft zumindest in dieser Angelegenheit Entspannung. Denn: Laut Plan soll die Sperrung bei Durmersheim Mitte Juli aufgehoben werden.

Kaum Auswirkungen auf Sanierung in Steinmauern

Wäre die K 3737 nicht freigegeben, hätte das wohl auch Auswirkungen auf die geplante Sanierung der Hauptstraße im Nachbarort Steinmauern gehabt. Befürchtungen, denen zufolge diese erst einmal hintenanstehen muss, konnten nun entkräftet werden. Mit einer Woche Verzögerung, am Montag, 17. Mai, wird dort der Startschuss unter Vollsperrung gegeben, wie Rechnungsamtsleiter Manuel Otteni auf Nachfrage des BT erläuterte. Es sei mit dem Landratsamt abgestimmt, dass man loslegen kann. Bis die Arbeiten an der K 3737 wieder aufgenommen werden – laut Marx Mitte/Ende August –, soll man in Steinmauern wohl fertig sein. In der kommenden Woche beginnen dort nun Vorarbeiten und Baustelleneinrichtung. Die Ortsdurchfahrt in und aus Richtung Ötigheim und Rastatt wird dann im Zuge der Sanierung teilweise erschwert, teilweise voll gesperrt. Eine entsprechende Umleitung wird ausgewiesen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
7. Mai 2021, 17:14 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

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