Auch Bühler „Zwetschgenfestle“ fällt aus

Bühl (sre) – Früh abgesagt, dann wieder ins Gespräch gebracht, und nun doch endgültig vom Tisch: Es wird 2021 kein Zwetschgenfest geben, auch nicht in einer abgespeckten Variante.

Achterbahnfahrt Zwetschgenfest: Nun soll es doch keine abgespeckte Version der Veranstaltung geben.  Foto: Bernhard Margull/Archiv

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Achterbahnfahrt Zwetschgenfest: Nun soll es doch keine abgespeckte Version der Veranstaltung geben. Foto: Bernhard Margull/Archiv

Für die Absage des Festes hat sich der Bühler Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig entschieden. Vor einigen Wochen hatte es vonseiten der FDP einen Antrag gegeben, über die Möglichkeiten eines „Zwetschgenfestles“, also einer kleineren Version des Volksfests im Gemeinderat zu sprechen. Vonseiten der Verwaltung hatte es geheißen, dass man am Festwochenende ein Ersatzprogramm in irgendeiner Form anbieten wolle.

Ersatzprogramm auf dem Europaplatz

Seit Mittwoch ist nun klar: Das Ersatzprogramm wird eine Ausdehnung des Programms von „Kultur im Klappstuhl“ auf den Europaplatz sein. Dort an den drei Tagen des Zwetschgenfestes ein Kulturprogramm anzubieten, sei „darstellbar und ausführbar“, sagte Bürgermeister Wolfgang Jokerst in der Sitzung. Ein „Zwetschgenfestle“ oder „Zwetschgenfest light“ könne man dagegen „nicht verantwortungsvoll veranstalten“.

Das wurde auch im Gemeinderat akzeptiert und einstimmig abgesegnet. Lutz Jäckel (FDP) hatte zuvor allerdings noch betont, dass er sich wenigstens ein Gespräch der Verwaltung mit den anderen Fest-Akteuren zum Beispiel aus der Gastronomie gewünscht hätte, um Möglichkeiten auszuloten. Auch Christian Böckeler (FDP) meinte mit Verweis auf das „Fest der Sinne“ am vergangenen Wochenende in Karlsruhe, „eine abgespeckte Zwetschgenfestvariante wäre durchaus möglich gewesen und auch bezahlbar“. Man müsse aber bedenken, dass in Bühl keine so großen Flächen zur Verfügung gestanden hätten.

Hoffen auf 2022

Georg Feuerer (CDU) bedauerte die Absage zwar, zeigte aber ebenfalls Verständnis für die Abwägung der Verwaltung. Er schlug vor, dass ein kleiner Hock, gegebenenfalls in Zusammenhang mit den Vereinen, umgesetzt werden könnte. Die rechlichte Würdigung des Themas durch die Verwaltung sei „nun mal hieb- und stichfest“, sagte auch Peter Hirn (SPD). Man müsse „schweren Herzens“ auf das Fest verzichten und nun auf 2022 hoffen.

Karl Ehinger (FW) betonte ebenfalls, dass man die Absage bedaure, das „Zwetschgenfest light“ aber nicht durchführbar sei. „Wir wissen nicht, wie die Delta-Variante sich verbreitet“, sagte er mit Blick auf die unsichere Entwicklung.

Beate Gässler (GAL) betonte, man sei froh über die frühe Absage des großen Zwetschgenfestes gewesen. Ein „Zwetschgenfest light“ hätte ihre Fraktion „unverantwortlich“ gefunden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
8. Juli 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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