Auf Spurensuche in der Heimat

Kuppenheim (ar) – Die Open-Air-Ausstellung „Heimat“ wurde am Samstag auf dem Kuppenheimer Friedensplatz eröffnet, die bis 15. November Einblicke in die Bedeutung des Wortes Heimat gibt.

„Heimat hat was mit Liebe zu tun“: Davon zeugen die Fotografien auf dem Friedensplatz. Foto: Anne-Rose Gangl

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„Heimat hat was mit Liebe zu tun“: Davon zeugen die Fotografien auf dem Friedensplatz. Foto: Anne-Rose Gangl

„Heimat“ – nur sechs Buchstaben, aber ein Wort, das für jeden eine andere Bedeutung hat. Zum 925-jährigen Stadtjubiläum von Kuppenheim widmen die Mitglieder des jungen Vereins Hinz & Kunz sowie die Fotografen des Fotoclubs Tele 77 diesem Wort ihre Gefühle und ihre Kreativität. „Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel“, heißt es in einer Redewendung. Und da auch das Wort Reisen eng mit Heimat verbunden ist, die Mitglieder von Hinz & Kunz als Engel bekannt sind, strahlte der Himmel am Samstag in seinem schönsten Azurblau. „Es ist ein Dankeschön von oben für die Veranstalter, dass sie uns diese mit viel Aufwand erarbeitete Ausstellung präsentierten“, sagte Bürgermeister Karsten Mußler. „Jeder, ob in Kuppenheim geboren oder hier eine neue Heimat gefunden, hat seine ganz eigene Geschichte, die sich in den Bildern widerspiegelt“, so Mußler. Auch in der heutigen Zeit gebe es in Kuppenheim Geflüchtete, die hier ihre Heimat finden werden. Die Ausstellung rege dazu an, darüber nachzudenken, wie schön die Heimat sei und wie dankbar man sein müsste, hier leben zu dürfen, betonte Mußler.

Die Idee für diese Gemeinschaftsproduktion hatten Hinz & Kunz, die Zitate und Weisheiten zum Thema „Heimat“ sammelten und damit die Hobbyfotografen des Fotoclubs Tele 77 überraschten. „Jeder der elf Fotografen hat Zitate auswählen dürfen, um zum Thema Heimat auf Spurensuche in Kuppenheim zu gehen“, erklärte Rolf Großmann, Vorsitzender des Fotoclubs. Entstanden sind mehr als 30 Fotos, die auf Mesh-Banner gedruckt und auf zwölf Bauzäunen aufgespannt wurden. Sie zeigen einen Bach im Schlosspark, eine alte Eiche beim Cuppamare, die Ruhepause an der Schweinlachhütte, die Buche an der Dornwiese, geben Einblicke in eine Gasthausküche, das Boulespielen, bei dem Menschen aus verschiedenen Nationen friedlich zusammenkommen, oder den am Nachthimmel leuchtenden Kometen.

„Heimat hat was mit Liebe zu tun“

Als Folge von Corona hätten viele Menschen die Schönheit des Schwarzwalds wieder entdeckt, sagte Christine Theberath, Vorsitzende von Hinz & Kunz. Mit innigen Worten führte sie in die Ausstellung ein. „Heimat hat was mit Liebe zu tun, Heimat ist dort, wo es nach Omas Apfelkuchen riecht“, sagte sie. Heimat kann aber auch verloren gehen, wurde den Besuchern mitgegeben. „Wie viel Leid muss man erfahren haben, bevor man die Heimat verlässt?“, fragten die Veranstalter. Parallel zur Ausstellung wurde eine 70-seitige Broschüre mit einer Auflage von 500 Stück erarbeitet, in der sämtliche Fotos mit Zitaten und ganz persönlichen Erinnerungen des jeweiligen Fotografen veröffentlicht werden. Die Broschüre kann im Rathaus Kuppenheim sowie in mehreren Verkaufsstellen erworben werden. Zudem werden am 15. November zur Finissage der Ausstellung drei bereits gerahmte Fotos versteigert. Der Erlös kommt sozialen Projekten in Kuppenheim zugute. Finanziell unterstützt wird das Gemeinschaftsprojekt von der Stadt Kuppenheim, die die Schirmherrschaft und sämtliche Materialkosten übernommen hat, sowie zahlreichen Sponsoren der 925-Jahr-Feierlichkeiten.

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Erstellt:
5. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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