Auf der Straußenfarm in Schwarzach gibt es viel Nachwuchs

Rheinmünster (vr) – Ob junge Wollschweine, Alpakas oder Kamele: Auf der Straußenfarm in Schwarzach gibt es auf jeden Fall keinen Nachwuchsmangel, und auch die Wolle hat ihre Abnehmer.

Wenn eines der Alpakafohlen trinkt, dann schauen die anderen beiden immer zu – und freuen sich schon auf ihren nächsten Imbiss. Foto: Veruschka Rechel

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Wenn eines der Alpakafohlen trinkt, dann schauen die anderen beiden immer zu – und freuen sich schon auf ihren nächsten Imbiss. Foto: Veruschka Rechel

Viele Branchen klagen über mangelnden Nachwuchs. Davon kann auf der Kamel- und Straußenfarm von Rudi und Katharina Zimmer in Schwarzach keine Rede sein.

So tippeln schon seit einiger Zeit 13 Wollschwein-Ferkel um Mama Rosalie herum, wuseln übereinander oder drängen sich einfach mittendurch. Und sie waren erst die Vorhut. Die anderen drei Säue waren auch trächtig und dürften mittlerweile geworfen haben. Eber Kurti hat ganze Arbeit geleistet und mal wieder gehalten, was sich Zimmers beim Kauf vor anderthalb Jahren von ihm versprochen hatten. Drei Monate dürfen die roten Wonneproppen bei ihrer Mutter bleiben, dann werden sie an regionale Betriebe mit artgerechter Haltung abgegeben.

Die kleinen Wonneproppen dürfen drei Monate bei ihrer Mutter bleiben. Foto: Veruschka Rechel

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Die kleinen Wonneproppen dürfen drei Monate bei ihrer Mutter bleiben. Foto: Veruschka Rechel

„Die rothaarigen Wollschweine sind eher selten und deshalb besonders begehrt“, erklärt Katharina Zimmer. Außerdem dürften es bei ihnen in der Straußenfarm sowieso nicht mehr werden, wenn sie die strengen Vorschriften vom Veterinäramt einhalten wollen. Die edlen Mangalica-Schweine gehören nicht nur zu einer der ältesten und rein erhaltenen Rassen ihrer Gattung, sondern sind durch ihren gutmütigen Charakter auch sehr zutraulich und lassen sich gerne anfassen.

Jungtiere kommen in den Zoo oder Tierpark

Auch bei den Alpakas ist die Kinderstube voll. Im Abstand von jeweils zehn Tagen kamen drei Fohlen zur Welt, zwei weiße und ein geschecktes. Das Trio hängt zusammen wie Pech und Schwefel, obwohl sie drei verschiedene Mütter haben. Doch die Trennung wird unweigerlich kommen, denn auch sie bleiben nicht. „Sieben Stuten und ein Hengst reichen uns“, schmunzelt die „Farmerin“. Nach spätestens sechs Monaten werden die Kleinen abgesetzt und kommen in einen Zoo oder Tierpark, von denen es eine lange Warteliste gibt. Gut gezogene Jungtiere gibt es eben nicht überall.

Auch die Wolle hat ihre Abnehmer. Einmal jährlich, immer Mitte Mai, werden die Alpakas geschoren und zur Verarbeitung an privat verschenkt. „Es gibt noch Frauen in der Region, die spinnen können und sich ihre Winterpullis aus Alpakawolle selbst herstellen“, erzählt Katharina Zimmer.

Wolle liefert Reitkameldame Janine nicht, aber Nachwuchs. Obwohl sie schon 23 Jahre alt ist, hat sie nach zwölf Monaten Tragezeit ihr Fohlen erwartet. „Kamele werden bis zu 30 Jahre alt und nehmen fast bis an ihr Lebensende noch auf“, so Zimmer und streichelt zärtlich Janines Nüstern. „Sie ist nicht nur besonders gutmütig, sondern auch sehr liebebedürftig“, sagt sie.

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Erstellt:
22. September 2021, 11:30 Uhr
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