Aufwertung für Kurpark-Spielplatz

Gernsbach (stj) – Trotz angespannter Haushaltssituation will die Stadt 80.000 Euro in den Kurpark-Spielpatz investieren.

Der Kurpark-Spielplatz soll nach dem Willen der Verwaltungsspitze deutlich aufgewertet werden, damit nach Corona wieder mehr Betrieb herrscht. Foto: Stephan Juch

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Der Kurpark-Spielplatz soll nach dem Willen der Verwaltungsspitze deutlich aufgewertet werden, damit nach Corona wieder mehr Betrieb herrscht. Foto: Stephan Juch

Auch in der November-Sitzung des Gemeinderats gibt es wieder schlechte Nachrichten für die angespannte Haushaltslage der Stadt: Die Sanierung des Freibads Lautenbach wird teurer und die sonst üppigen Erlöse aus dem Forst schrumpfen auf ein Minimum zusammen. Trotzdem möchte die Verwaltung noch vor den Haushaltsberatungen eine Investition von 80.000 Euro für die Attraktivitätssteigerung des Kurpark-Spielplatzes absegnen lassen. Das geht aus den Unterlagen zur Sitzung hervor, die um 18 Uhr in der Stadthalle beginnt.

Auf dem Spielplatz im Kurpark musste 2019 bereits die in die Jahre gekommene Schaukel entfernt werden, andererseits ist zuletzt mit Unterstützung der Stiftung „Gernsbach hilft“ ein barrierefreies Karussell aufgebaut worden. Zur Vervollständigung des Angebots für die kleinen Gernsbacher und Gäste ist nun ein Konzept erarbeitet worden, „mit dem wieder ein attraktives Angebot zum Spielen für die Zielgruppe im Kurpark hergestellt werden kann“, erläutert die Verwaltung. Das Konzept sieht vor, auf der zur Verfügung stehenden Fläche einen neuen Balancier-Parcours, eine Vogelschaukel und weitere Kleinspielgeräte aufzubauen. Eine barrierefreie Rampe soll genauso erstellt werden wie ein Zaun entlang des Bachs zum Schutz der spielenden Kinder. Die Haushaltsmittel sollen unter Berücksichtigung einer 12.000-Euro-Spende des Lions-Clubs Murgtal für das kommende Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Wald auch finanziell im Krisenmodus

Keine guten Nachrichten im Blick auf den Etat verspricht der Bericht der Forstverwaltung, der am Montag ebenfalls auf der Tagesordnung steht. Konnte sich Gernsbach im zurückliegenden Jahrzehnt fast immer auf einen stattlichen Überschuss freuen – von 2011 bis 2016 lagen die Wirtschaftsergebnisse des Stadtwalds stets (und teils deutlich) bei mehr als 400.000 Euro –, reduziert sich dieser den aktuellen Prognosen zufolge 2021 auf lediglich 32.500 Euro. Verantwortlich dafür sind die überregional enormen Waldschäden aufgrund der außergewöhnlichen trocken-heißen Jahre seit 2018, was zu einem Überangebot an Sturm-, Dürre- und Borkenkäferholz führte. Daraus resultieren extrem stark gesunkene Preise für Fichten-Tannen-Stammholz, was zu den Hauptsortimenten im Stadtwald Gernsbach gehört. Also ist weiter Nutzungszurückhaltung geboten, empfiehlt die Forstverwaltung. Sie plant 2021 mit einer Nutzungsmasse von 14.000 Kubikmetern Holz.

Neben dem Nutzungs- und Kulturplan für den Stadtwald stellt Forstbezirksleiter Markus Krebs das Thema Vertragsnaturschutz vor. Wer da einsteigt, der kann durch die Ausweisung von Altbäumen und Habitat-Baumgruppen zusätzliche Fördergelder generieren. Die Voraussetzungen dafür sind im Stadtwald Gernsbach gut, wie jüngst Revierförster Uwe Meyer im Ortschaftsrat Obertsrot kundtat.

In Lautenbach laufen die Arbeiten an der Schwimmbadsanierung. Obwohl man Einsparmöglichkeiten intensiv geprüft habe und die Schwimmbad-Initiative eifrig mit anpackt, schießen die Kosten schon vor der ersten Auftragsvergabe in die Höhe. Die aktuelle Prognose für das Projekt beläuft sich auf 990.000 Euro. Zur Vergabe stehen am 23. November Abbruch- und Rohbauarbeiten, Badewassertechnik, Elektro-, Stahlbau, Schlosser- und Sanitärarbeiten sowie Außenanlagen an.

Des Weiteren beschäftigt sich der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung mit folgenden Themen: Denkmal am Rumpelstein, Schulsozialarbeit, Abschluss eines städtebaulichen Vertrags für den Bebauungsplan Hardt III in Reichental, den Bebauungsplänen „Bahngelände“ und „Hauersäcker-Zinsäcker-Erweiterung“ (beides in Hilpertsau), Altstadtsommer (Sachstandsbericht), Bekanntgaben, Anfragen und Bürgerfragestunde.


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