Aufwertung für innerstädtisches Areal

Bühl (sre) – Die Neugestaltung des Sparkassenumfelds in der Bühler Innenstadt war am Mittwoch Thema im Gemeinderat. Bei der Umgestaltung haben die Planer unter anderem die Verbindung zwischen Europaplatz und Stadtgarten im Blick.

Die Erdaufschüttung und die Treppenanlage am Europaplatz sollen verschwinden. Foto: Reith

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Die Erdaufschüttung und die Treppenanlage am Europaplatz sollen verschwinden. Foto: Reith

Eine deutliche Aufwertung für ein innerstädtisches Filetstück verspricht sich Oberbürgermeister Hubert Schnurr von den Plänen für die Außenanlage rund um die Sparkasse Bühl. Größte Veränderung ist die Öffnung hin zum Europaplatz mit dem Bürgerhaus. Die Erdaufschüttung sowie Mauer und Treppenanlage, die den Platz bislang zur Sparkasse hin begrenzt haben, sollen verschwinden.

Man habe festgestellt, dass das Sparkassengebäude sich eigentlich auf dem gleichen Niveau befinde wie das Bürgerhaus, erläuterte Schnurr im Vorfeld der Gemeinderatssitzung. Seinerzeit sei durch die Aufschüttung des niedrigen Hügels eine künstliche Barriere geschaffen worden, die Mauer und die abgerundete Treppenanlage sollten den Europaplatz begrenzen. Diese Trennung wird nun aufgehoben, die Streifen im Belag des Platzes sollen weitergeführt werden.

Ziel ist ein stimmiges Gesamtbild für die komplette Innenstadt, wie in den Unterlagen der Verwaltung deutlich wird. Dabei geht der Blick nicht nur in Richtung Europaplatz, sondern auch zum Stadtgarten sowie zum Kirch- und Marktplatz auf der anderen Seite. So liegt der Auswahl des Materials die Gestaltungsidee des Kirch- und Marktplatzes zugrunde. Unter anderem soll Betonpflaster in der gleichen Oberflächenbeschaffenheit und dem gleichen Format verwendet werden. Lediglich die Farbgestaltung wird anders: Geplant sind, passend zur Fassade des Sparkassen-Neubaus, verschiedene Grautöne. Dieses Pflaster will die Verwaltung dann auch bei einer späteren Umgestaltung der Eisenbahnstraße weiter verwenden. Ein Baumquartier, das auf der Fläche zur Eisenbahnstraße hin angelegt werden soll, orientiert sich optisch ebenfalls am Kirch- und Marktplatz und soll den Grundstein für eine zukünftige Gestaltung des Übergangs zum Stadtgarten hin bilden. Dazu passt auch eine neue Achse, die durch das Sparkassengebäude entsteht: Die zukünftige Schalterhalle im Erdgeschoss wird als fußläufige Verbindung zwischen Stadtgarten und Europaplatz ausgebaut.

Baumallee wird aufgewertet

Ebenfalls attraktiver werden soll die Baumallee westliche der Sparkasse: Der Bereich, der bislang eher ein Schattendasein fristete, soll unter anderem durch einen neuen, barreirefreien Zugang aufgewertet werden.

Aus Sicht der Stadt soll es aber nicht bei der Umgestaltung des Sparkassenumfelds bleiben. Im nächsten Schritt wolle man den dort vorgesehenen Pflasterbelag über den Stadtgarten bis zum Kirchplatz führen, kündigte Schnurr an. Auch die Sanierung des Brunnens wird in diesem Zusammenhang wieder auf die Tagesordnung kommen. Man werde darüber sprechen müssen, „wann wir uns das leisten können“, sagte der OB im Gemeinderat. Das Großprojekt Stadtgarten-Umgestaltung könne nun aber eher geschultert werden als früher, weil der Park Teil des Sanierungsgebiets ist und deshalb nun Zuschüsse abgerufen werden können.

Im Sanierungsgebiet liegen auch die gesamten Flächen rund um die Sparkasse. Die Aufwertung und Belebung des Areals wurde im Gemeinderat über die Fraktionsgrenzen hinweg begrüßt. Der Gestaltungsplanung stimmte das Gremium einhellig zu.

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Erstellt:
11. Juni 2020, 22:00 Uhr
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