BT-Serie „Unsere Besten“ mit Schwimmerin Goerigk

Baden-Baden (moe) – Die BT-Sportredaktion würdigt die Athleten aus der Region mit einer neuen Serie mit dem Titel „Unsere Besten“. Den Auftakt macht Schwimmerin Giulia Goerigk.

„Es gab Phasen, in denen es sehr schwer war, seine Ziele nicht zu verlieren“: Giulia Goerigk. Foto: Stadt Karlsruhe/Archiv

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„Es gab Phasen, in denen es sehr schwer war, seine Ziele nicht zu verlieren“: Giulia Goerigk. Foto: Stadt Karlsruhe/Archiv

Das zurückliegende Jahr war durch die Pandemie kein leichtes. Das Coronavirus hat das Leben weitgehend lahmgelegt, auch das der Sportler, gerade der Amateure unter ihnen. Daher ist die BT-Sportredaktion zu dem Schluss gekommen, auf die traditionelle Wahl der BT-Sportler des Jahres zu verzichten. Gewürdigt werden wir die Sportler und ihre Leistungen dennoch – im Rahmen der Serie „Unsere Besten“. Den Auftakt macht die 18-jährige Schwimmerin Giulia Goerigk aus Bühlertal, die für den SSC Karlsruhe startet.

BT: Frau Goerigk, mit welchen Gefühlen blicken Sie auf das Jahr 2020 zurück?
Giulia Goerigk: Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen – ein schwieriges Jahr für uns Leistungssportler. Meiner Familie und mir geht es gut, so dass ich mich glücklich schätzen kann.

BT: Was wird wohl am ehesten in Erinnerung bleiben?
Goerigk: Die Einschränkungen und Umstellungen im Alltag, sowohl in der Schule als auch im Sport, waren nicht immer einfach und mussten angenommen und akzeptiert werden.

BT: Wie hat Corona Ihr Leben als Sportler beeinflusst? Und wie sehr mussten Sie Ihr Training einschränken?
Goerigk: Die Beeinträchtigungen für mich als Sportlerin waren zu Beginn des Jahres sehr groß, zeitweise konnte das Wassertraining nur durch Joggen und Athletik an Land ersetzt werden. Das alles alleine und nicht im Team. Das Sportinternat in Karlsruhe war zu dieser Zeit auch geschlossen und ich habe hauptsächlich zu Hause in Bühlertal gewohnt. In Zeiten des Wassertrainings waren somit größere Anfahrtswege notwendig. Erfreulich war, dass die Stadt Karlsruhe durch die Öffnung des „Sonnenbades“ uns das Training ermöglichte. Derzeit erfolgt Wassertraining unter bestimmten Auflagen, so dass ich nicht sehr eingeschränkt bin.

BT: Und wie sah es mit Wettkämpfen aus? Wie viele konnten Sie absolvieren?
Goerigk: Insgesamt konnte ich an vier Wettkämpfen teilnehmen. Drei Wettkämpfe – in Essen, Freiburg und Luxemburg – fanden vor der Pandemie statt. Einen weiteren Wettkampf durfte ich im September unter strengen Auflagen in Berlin absolvieren. Um den Leistungsstand zu überprüfen, wurden außerdem teamintern Wettkämpfe im Fächerbad in Karlsruhe durchgeführt. Ausgefallen sind zum Beispiel aufgrund der Pandemie die deutschen Meisterschaften in Berlin und somit auch die Qualifikationsmöglichkeiten für die Europameisterschaft und die Olympischen Spiele.

BT: Wie schwer war es, sich davon nicht zermürben zu lassen? Oder so gefragt: Wie haben Sie die Motivation oben gehalten?
Goerigk: Es gab Phasen, in denen es sehr schwer war, seine Ziele nicht zu verlieren. Die Motivation war aufgrund der fehlenden Wettkämpfe nicht gleichbleibend groß. Ich habe trotzdem nie ans Aufgeben gedacht. Die vergangenen Erfolge und die Hoffnung auf Normalität haben geholfen, sich zu motivieren und weiterzumachen.

BT: Welche Erfolge haben Sie trotz alledem erzielt?
Goerigk: Erfolge konnten nur in den Trainingswettkämpfen erzielt werden, die geschwommenen Zeiten werden aber nicht offiziell anerkannt.

BT: Was wünschen und erhoffen Sie sich vom gerade begonnenen Jahr 2021?

Goerigk: Ich erhoffe mir zunächst einmal, dass die Pandemie bald Vergangenheit ist. Außerdem wünsche ich mir Gesundheit für alle. Wenn ein paar Wettkämpfe unter normalen Bedingungen stattfinden könnten, würde ich mich natürlich sehr freuen.

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Erstellt:
2. Februar 2021, 09:30 Uhr
Lesedauer:
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