Bad Rotenfels: Das Gelbe Dach kommt weg

Gaggenau (tom) – Die Bushaltestelle an der Festhalle in Bad Rotenfels wird vollkommen neu gebaut. Die Baukosten summieren sich auf 166.000 Euro.

Alt und hässlich: Die Tage des Gelben Daches sind schon lange gezählt. Foto: Thomas Senger

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Alt und hässlich: Die Tage des Gelben Daches sind schon lange gezählt. Foto: Thomas Senger

Es gehört seit bald vierzig Jahren zum Ortsbild – und nun ist es gut, dass es wegkommt. Das „Gelbe Dach“ bei der Festhalle Bad Rotenfels. Ein hässliches Gebilde ist es geworden, sogar die Stadtverwaltung räumt ein: „Die Bushaltestelle ist seit mehreren Jahren in einem desolaten Zustand.“

Oder, wie es Bürgermeister Michael Pfeiffer formulierte: „Das Gelbe Dach sollte schon längst weg sein.“

Der Neubau von sechs auf 18 Metern wird nach derzeitigem Stand rund 166.000 Euro kosten. Tiefbauarbeiten kommen extra hinzu. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte den Planungen jetzt zu.

Der Neubau soll rund 166.000 Euro kosten. Hinzu kommen noch die Tiefbauarbeiten. Grafik: Jasmin Vogt/BT

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Der Neubau soll rund 166.000 Euro kosten. Hinzu kommen noch die Tiefbauarbeiten. Grafik: Jasmin Vogt/BT

Denn, so das Rathaus in seiner Sitzungsvorlage für den Ausschuss: „Die Bedachung weist teilweise große Undichtigkeiten auf und auch der Dachbezug ist in sehr schlechtem Zustand.“ Eine Instandsetzung gilt als nicht machbar, „weil es die betreffende Firma nicht mehr gibt und andere können das nicht“, wie Jürgen Lauten sagte, der Leiter des Hochbauamts.

Haltestelle erstreckt sich über 45 Meter

Zusätzlich werde das Thema Schallschutz für die Nachbargebäude an Bedeutung gewinnen. Das Tiefbauamt hat ein Verkehrskonzept für diesen Bereich entwickelt. In diesem ist auch die Verlegung der Bushaltestelle in südöstlicher Richtung vorgesehen.

Laut Architektenentwurf soll die Haltestelle als Stahl-Holz-Konstruktion erstellt werden. „Mit geschlossenen Wänden und einer entsprechenden Bepflanzung kann der Schallschutz zu der Wohnbebauung deutlich verbessert werden. Ebenso kann in diesem Zuge die Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut werden, sodass wir der gesetzlichen Verpflichtung des Landes Baden-Württemberg nachkommen würden“, argumentiert das Rathaus.

Eine Begrünung der Überdachung mit einer „ortsnahen Versickerung“ ist angedacht. Die barrierefreie Bushaltestelle selbst hat eine Gesamtlänge von 45 Metern.

Seit bald vier Jahrzehnten ist die Bushaltestelle auch beliebter Treffpunkt für die Jugend. Foto: Thomas Senger

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Seit bald vier Jahrzehnten ist die Bushaltestelle auch beliebter Treffpunkt für die Jugend. Foto: Thomas Senger

Beim Neubau der Bushaltestelle im Jahr 1982 hatte sich der Landkreis mit 37 Prozent der Baukosten beteiligt. Würde dieser prozentuale Schlüssel bei der jetzigen Planung angesetzt, wären dies rund 61.000 Euro.

In der Sitzung fragte eine Anwohnerin, sie ist auch im Elternbeirat der benachbarten Eichelberg-Grundschule, nach der Verkehrsführung im Bereich der künftigen Haltestelle.

Man habe nun zwar einen „schönen, durchdachten Entwurf“, aber die Haltestelle sei unmittelbar am Zuweg zu Schulen und zum Kindergarten. Um eine Engstelle zu vermeiden, könnte es vielleicht sinnvoll sein, den Fußweg künftig hinter der Haltestelle vorbei zu führen, gab die Anwohnerin zu bedenken.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
29. Juli 2021, 18:43 Uhr
Lesedauer:
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