Baden-Baden: Läden vor Schließung

Baden-Baden/Rastatt (fk) – Die Inzidenz in Mittelbaden steigt weiter: Nach dem Landkreis Rastatt droht nun auch Baden-Baden ab Dienstag ein kompletter Ladenschluss.

Geschlossene Geschäfte, leere Straßen: Bleibt der Inzidenzwert über 100, dürfen Geschäfte keine Öffnung nach vorheriger Terminvergabe („Click & Meet“) mehr anbieten. Foto: Florian Krekel

© fk

Geschlossene Geschäfte, leere Straßen: Bleibt der Inzidenzwert über 100, dürfen Geschäfte keine Öffnung nach vorheriger Terminvergabe („Click & Meet“) mehr anbieten. Foto: Florian Krekel

Nur knapp eine Woche nach der Einschränkung der allgemeinen Geschäftsöffnung droht Baden-Baden ab Dienstag ein kompletter Ladenschluss. Bereits zwei Tage lag die Inzidenz über 100 (am Freitag 119,6). Sollte das am Samstag auch wieder der Fall sein, gelten ab Dienstag die gleichen restriktiven Regeln wie im Landkreis Rastatt.

Hieße dann konkret: Ansammlungen, private Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind nur noch mit einem Haushalt plus einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person gestattet. Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei aber nicht mit. Der Einzelhandel darf keine Öffnung nach vorheriger Terminvergabe („Click & Meet“), sondern lediglich Abhol- und Lieferdienste („Click & Collect“) anbieten. Betriebe wie beispielsweise Lebensmittel- und Getränkeläden, Buchhandel, Gärtnereien und Friseure sind davon ausgenommen.

Medizinisch notwendige Behandlungen als Ausnahme

Museen, Galerien sowie Gedenkstätten werden geschlossen. Auch Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen müssen wieder schließen. Ausnahmen gelten für medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Podologie.

Auch im Landkreis Rastatt kletterte die Inzidenz am Freitag unaufhaltsam weiter auf 194,0 – besonderer Brennpunkt war erneut die Stadt Rastatt selbst. Dort ist die Sieben-Tages-Inzidenz mit 326,5 weiter exorbitant hoch. Das Gesundheitsamt in Rastatt reagierte am Freitag mit einer verschärften Maskenpflicht in den Fußgängerzonen, an der Rheinpromenade Plittersdorf sowie in den Kindertagesstätten. Evangelische und katholische Kirchengemeinden sagten die Gottesdienste für heute und morgen ab.

Weitere Testmöglichkeiten in der Kurstadt

Eine Maskenpflicht in der Innenstadt soll unterdessen auch in Baden-Baden ab kommendem Montag gelten. Zudem will die Kurstadt weitere Testmöglichkeiten eröffnen. Ab Mitte kommender Woche werde am Augustaplatz im Bereich der Sixt-Autovermietung durch einen privaten Anbieter ein kommunales Testzentrum angeboten, das für jeden offen ist, verkündete Oberbürgermeisterin Margret Mergen am Freitag. Mögliche weitere kommunale Impfzentren würden derzeit ausgelotet. An die große Politik gewandt, sagte sie hilfreich wäre eine digitale Erfassung von Impfungen und Testungen, sowie der Nachverfolgung von Besuchen der Menschen in Einrichtungen beispielsweise Einzelhandel, Gastronomie und Kultur. Rastatts Oberbürgermeister Hans-Jürgen Pütsch kündigte bereits am Donnerstag an, dass der kommunale Ordnungsdienst im Hinblick auf die Corona-Regeln in stärkerem Maße eingreifen werde.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.