Baden-Baden: Mütterzentrum nun unter Dach der AWO

Baden-Baden (cn) – Nach eine langen Kooperation gehen der Baden-Badener Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und das Mütterzentrum Känguru endgültig gemeinsame Wege und verschmelzen.

Bei der Versammlung werden zahlreiche Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt geehrt. Foto: Christina Nickweiler

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Bei der Versammlung werden zahlreiche Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt geehrt. Foto: Christina Nickweiler

Nach 30 Jahren als eigenständiger Verein geht das Baden-Badener Mütterzentrum Känguru nun im Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf. Bei einer außerordentlichen Versammlung votierten die Mitglieder für eine Verschmelzung beider Vereine. Bereits Anfang Oktober wurde der „Verschmelzungsvertrag“ notariell beurkundet, sodass nach dem Verlesen des Vertragstextes der Beschluss der Versammlung nur noch eine Formsache war.

Der Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes, Joachim Knöpfel, informierte über die bereits lange bestehende Kooperation zwischen dem Mütterzentrum und der AWO. Die Abrechnungen der Mitarbeiter des Mütterzentrums seien immer in ehrenamtlicher Arbeit erledigt worden. Zum Ende vergangenen Jahres sei man auf die AWO zugekommen, um bei den abrechnungstechnischen Belangen behilflich zu sein. „So hat sich die Idee ergeben, dass wir gleich zusammengehen könnten“, führte Knöpfel aus.

Keine Änderung an Verträgen

Mit der Fusion wächst nun die Zahl der Mitglieder bei der AWO. An den Verträgen der Mitarbeiter des Mütterzentrums wird sich laut Knöpfel nichts ändern. „Die Mitarbeiter werden nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entlohnt“, sagte der Vorsitzende.

Im Anschluss referierte die AWO-Geschäftsführerin Eva Pfistner über die verschiedenen Tätigkeitsfelder der AWO in den vergangenen zwei Jahren. Ihr Fazit: zwei aufregende Jahre. Pfistner gab bekannt, dass die betreute Seniorenwohnanlage im Wörthböschel voraussichtlich erst im Mai 2022 fertiggestellt sein wird. Dort hat die AWO eines von insgesamt drei Gebäuden erworben. Als Grund nannte Pfistner Lieferschwierigkeiten beim Baumaterial. 45 Anfragen seien für die 54 Wohnungen schon eingegangen.

„Keinen Leerstand“ vermeldete die Geschäftsführerin im Olga-Haebler-Haus und im Gutleuthaus. Beide Häuser werden als betreute Wohnmodelle geführt. Allerdings sieht Pfistner die AWO Baden-Baden fest in der Verantwortung der stationären Vollzeitpflege. „Stationäre Pflege unter der Regie börsennotierter, renditeorientierter Gesellschaften hat für uns nichts mit der Daseinsfürsorge einer Kommune für ihre Bürger zu tun.“ Alte Menschen dürften nicht der Kommerzialisierung anheimfallen, stellte Pfistner klar.

Die Wahlen fielen wie folgt aus: Stefan Schorn (stellvertretender Vorsitzender), Dietrich Dürr (Schriftführer). Beiräte: Anneliese Grenke, Nicolette Kressl, Elisabeth Oewermann, Birgit Prestenbach, Ulrich Rappen und Lothar Volle.

Knöpfel ehrte auch mehrere Mitglieder: Monika Schleicher (50 Jahre), für 40 Jahre Hannelore Klehenz und Kurt Liebenstein, 30 Jahre sind Gertrud Doerenkamp, Alexander Müller, Gerda Lott, Markus Greiter, Friederike Fecht und Eva-Maria Zemlin dabei. Für 25 Jahre wurden Karin Schwarz und Nicolette Kressl ausgezeichnet. Monika Hofmockel, Sabine Leicht, Hannelore Müller, Priska Wengenmayr, Elfriede Suhr, Helmut Hoßbach, Ulrich Rappen sind seit 20 Jahren Mitglied. Für 15-jährige Treue wurden Wolfgang Wiedemer, Rolf Metzmaier, Birgit Prestenbach, Erika Margenburg, Renate Anselm, Cornelia Bitsch, Sonja Lüber, Winfriede Schumpelt und Astrid Pöschke geehrt. Seit zehn Jahren gehören der AWO an: Inge Lange, Elisabeth von Saint-George, Maria Ortmann, Helga Jahn, Mechthilde Mellert, Sofia Gischa Christian Gischa, Ingeborg Geggus, Gerda Hagemann, Belinda Peregi, Werner Reiß, Oliver Fröhlich und Lothar Volle.

Ihr Autor

Christina Nickweiler

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Erstellt:
12. November 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 26sec

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