Baden-Baden: Pflege-Versorgung im Blick

Baden-Baden (sga) – Ein großes Netzwerk spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau der kommunalen Pflegekonferenz in Baden-Baden. Ziel ist eine gute Pflege-Versorgung im Stadtkreis.

Möchte viel Herzblut und Optimismus in ihre neue Aufgabe stecken: Alessa Braun. Foto: Sarah Gallenberger

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Möchte viel Herzblut und Optimismus in ihre neue Aufgabe stecken: Alessa Braun. Foto: Sarah Gallenberger

Sie kommt aus dem Gesundheitswesen und will in Baden-Baden mit anpacken: Alessa Braun ist seit 1. Mai dafür verantwortlich, die kommunale Pflegekonferenz in der Kurstadt aufzubauen. Lange sitzt sie noch nicht auf der Stelle, doch eins weiß sie bereits: „In der Pflege kommen viele Herausforderungen auf uns zu.“
Ziel der kommunalen Pflegekonferenz ist es, Pflegebedürftige möglichst lange in ihrem Umfeld halten zu können. Um das zu ermöglichen, so Braun, wurde nun in Baden-Baden eine Pflegekonferenz gestartet. Finanzielle Unterstützung gibt es in den nächsten 18 Monaten vom Land. Während das Pilotprojekt bisher nur in anderen Bundesländern Fahrt aufgenommen hat, sollen nun auch in Baden-Württemberg rund 20 Pflegekonferenzen eingerichtet werden – darunter auch Rastatt und Karlsruhe. Verantwortlich für das Projekt in der Kurstadt ist Braun. Und an Hintergrundwissen mangelt es ihr nicht: Nach einem Studium der Bewegung und Ernährung in Ravensburg hat die 29-Jährige ihr Wissen in ihrer Masterarbeit im Bereich der Gesundheitswissenschaften vertieft. „Für meine Stelle in Baden-Baden bringe ich Erfahrungen aus meiner Arbeit im Gesundheitsamt Karlsruhe mit“, blickt sie positiv auf die kommende Zeit.

„Ein Thema der Zukunft“

Optimismus ist sicherlich eine gute Voraussetzung, denn Braun muss sich künftig schließlich mit einem Thema auseinandersetzen, das heiß diskutiert wird und „uns alle bewegt“. Es handele sich dabei um ein Thema der Zukunft, „das definitiv einen wichtigeren Stellenwert einnehmen muss“. Umso glücklicher ist Braun, Teil dieser „wertvollen Arbeit“ zu sein.

In den kommenden Wochen möchte die 29-Jährige mit lokalen Akteuren und Vertretern (wie zum Beispiel Pflegeheime oder ambulante Pflegedienste) Kontakt aufnehmen, sich ein Bild von der Lage vor Ort machen und erfragen: Was braucht es noch, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein? Dabei stets das Ziel: Ein großes Netzwerk aufbauen und sich besser mit den einzelnen Kontakten zu verzahnen, „denn Kommunikation ist das A und O.“ Und damit ein reibungsloser Ablauf möglich ist, muss ein enger Austausch her. Anschließend sollen gemeinsam Maßnahmen erarbeitet werden, die dann vor Ort umzusetzen sind.

Braun jedenfalls freut sich auf ihre Arbeit. Auch, weil bei der demografischen Entwicklung in Städten wie Baden-Baden frühzeitige Umsetzungen für bessere Pflegevoraussetzungen wichtig seien: „Wir legen Wert darauf, dass unsere Familien auf ein gutes Versorgungsangebot zurückgreifen kann.“

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Erstellt:
28. Mai 2021, 08:30 Uhr
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