„Baden-Baden ist immer eine Reise wert“

Baden-Baden (ans) – Auch zu Zeiten von Corona lockt Baden-Baden die Besucher an: Touristen genießen die Sonnentage in der Baden-Badener Innenstadt.

Familie Eric aus Genf macht einen Zwischenstopp in Baden-Baden während ihres Wanderurlaubs. Foto: Strobel

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Familie Eric aus Genf macht einen Zwischenstopp in Baden-Baden während ihres Wanderurlaubs. Foto: Strobel

Touristen flanieren die Lichtentaler Allee entlang, verweilen an Schaufenstern und genießen Milchkaffee in der Sonne. Die Stimmung ist entspannt. Auch zu Zeiten von Corona lockt Baden-Baden die Besucher an.

Zu den Urlaubern gehört beispielsweise Familie Eric aus Genf. Die französischsprachigen Schweizer hat es dieses Jahr für einen gemeinsamen Wanderurlaub in den schönen Schwarzwald verschlagen. Die sechsköpfige Familie nutzt Baden-Baden als kurzen Zwischenstopp, um sich von ihrer letzten Wanderung zu erholen. Die vier Kinder der Schweizer Familie sind zwischen zwölf und 18 Jahren alt und schauen sich neugierig in der Gernsbacher Straße vor dem Löwenbräu um. Als besonders angenehm empfinden Erics es, dass aufgrund von Covid-19 wenig Betrieb in der Innenstadt ist. „Sehr gut gefällt mir auch der Blumenschmuck überall“, sagt der Familienvater.

Einen Tagesausflug in die Kurstadt unternehmen dagegen Natascha und Tim Schweizer. Das Paar aus Stuttgart hat sich dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie für einen Urlaub in Deutschland entschieden. Eine Auslandsreise käme für sie diesen Sommer nicht in Frage, berichten sie. „Dafür nehmen wir uns jetzt die Zeit, beliebte Urlaubsziele in der eigenen Region zu erkunden“, fasst Tim Schweizer zusammen. Ferien in Übersee vermissen sie gerade nicht, außerdem liege Baden-Baden ja bereits im Ausland, scherzen Schweizers. Zudem seien sie bereits Anfang des Jahres, bevor es mit Corona richtig losging, für längere Zeit im Ausland gewesen. Die beiden vergleichen die kurstädtische Fußgängerzone mit der Stuttgarter Königstraße und finden, Baden-Baden präsentiere sich im Gegensatz zum schwäbischen Pendant „vornehm und gehoben“.

„Ab und zu muss ich einfach Badener Luft schnappen“

Die Saarbrückerin Elfriede Ludwig zieht es seit über 40 Jahren immer wieder für Tagesausflüge in die Kurstadt. Sie ist von der Bäderstadt „vollauf begeistert“. Ein perfekter Tag in Baden-Baden sehe für sie folgendermaßen aus: Gemütlich einen Kaffee im Café König trinken, das Kurhaus besuchen und anschließend einen Einkaufsbummel machen. Denn shoppen, das könne man in Baden-Baden ganz besonders gut, schwärmt sie. Gegen Abend trete sie dann die zweieinhalbstündige Heimfahrt mit der Bahn an. Das mache ihr aber gar nichts aus, sagt sie, denn „Baden-Baden ist immer eine Reise wert“.

Ausflüglerin Irene Bader spaziert gemütlich die Werderstraße entlang. Sich selbst beschreibt sie als „waschechte Badenerin“, da sie in Baden-Baden geboren und aufgewachsen sei. Seit 1976 wohnt die ältere Dame im westlich von Darmstadt gelegenen Griesheim. Die rüstige Seniorin besuche ihren Geburtsort oft. Zur Zeit mache sie einen zweiwöchigen Urlaub in der Kurstadt, denn „ab und zu muss ich einfach Badener Luft schnappen“, erzählt sie. Da biete der Geburtstag ihrer Cousine den perfekte Anlass, um mal wieder in die traute Heimat zu kommen. Da sie in Baden-Baden großgeworden sei, kenne sie alle Winkel und Ecken der Stadt, erzählt sie stolz.

Für ein Familientreffen ist Elke Schwitalle zu Besuch im Badner Land. Mit Mutter und Schwiegermutter schlendert sie durch die belebten Gässchen der Stadt. Letztes Wochenende sei sie in Berlin gewesen, als dort gerade eine Corona-Demonstration stattgefunden hat, berichtet sie. „Hier ist es dagegen sehr viel entspannter“, findet sie. Es seien zwar einige Leute unterwegs, aber mit der aktuellen Situation in der Hauptstadt sei die Besucherzahl natürlich nicht zu vergleichen.

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Erstellt:
7. August 2020, 22:00 Uhr
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