Baden-Baden setzt mit Bürokomplex „neue Maßstäbe“

Baden-Baden (nad) – Mit „Green Future Office“ soll in Oos-West ein modernes Gebäude entstehen, das von dem CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Wald als „innovatives Leuchtturmprojekt“ beschrieben wird.

Das „Green Future Office“: Ein innovatives Gebäude, das gesundes Arbeiten und nachhaltiges Wirtschaften vereinen soll. Visualisierung: Gewerbeentwicklung Baden-Baden

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Das „Green Future Office“: Ein innovatives Gebäude, das gesundes Arbeiten und nachhaltiges Wirtschaften vereinen soll. Visualisierung: Gewerbeentwicklung Baden-Baden

Mit dem auf rund 16 Millionen Euro angesetzten Projekt soll laut Markus Börsig, Geschäftsführer der Gewerbeentwicklung Baden-Baden, ein „Blick in die Zukunft gewagt werden“: Auf dem Flurstück an der Ecke Im Rollfeld/Flugstraße im Gewerbepark Oos-West soll ein nachhaltiges und innovatives Gebäude entstehen, das eine klimaschonende Bauweise mit einem umweltfreundlichen Betrieb vereint und so dem Anspruch an eine moderne Bürowelt und eine gute „Work-Life-Balance“ gerecht wird.

Geplant ist ein vierstöckiges Holz-Beton-Gebäude, das mit einer Fläche von insgesamt 4.000 Quadratmetern Platz für 25 mögliche Nutzungseinheiten bietet. Die zwischen 70 und 1.100 Quadratmeter großen Räumlichkeiten können sowohl gekauft als auch gemietet werden und werden flexibel nutzbar und variabel aufteilbar sein. Auch größere Räume für Veranstaltungen, eine bewirtschaftete Gastronomie und hochwertige Meeting-Points sind im „Green Future Office“ vorgesehen.

Ökologischer Fußabdruck soll verbessert werden

Der Holzbau-Projektentwickler und Bauträger Jürgen Kasper hebt bei der Projektvorstellung am Montag die klimaschonende Hybridbauweise hervor, bei der die positiven Eigenschaften der beiden Baustoffe Holz und Beton miteinander vereinigt werden. Auch Recycling-Beton soll verwendet werden, um den ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Wichtig sei Kasper zufolge auch, dass das Gebäude „maximale Autarkie in seiner Versorgung“ bekommt, was mit natürlichen Ressourcen wie Solarenergie und Umweltwärme erreicht werden soll. Eine ausreichende Beschattung durch vorgestellte Balkone und Loggien an jeder Büroeinheit soll dafür sorgen, dass wenig Wärme in das Gebäude eindringen kann und dadurch automatisch Energie für die Klimatisierung eingespart wird.

Für den Architekten Patrick Daul steht die Gesundheit der Menschen an oberster Stelle, weshalb ausschließlich schadstoffarme Baustoffe verwendet, Luftreinigungsfilter installiert und virenabweichende Oberflächen eingesetzt werden. „Ein qualitativ hochwertiges Gebäude sollte als Allererstes immer für die Menschen gemacht sein, die sich jeden Tag darin bewegen“, unterstreicht er die gesundheitlichen Aspekte, die in die Planung einfließen.

Bis Ende 2023 soll hier im Gewerbepark Oos-West das Projekt umgesetzt werden. Foto: Gewerbeentwicklung Baden-Baden

Bis Ende 2023 soll hier im Gewerbepark Oos-West das Projekt umgesetzt werden. Foto: Gewerbeentwicklung Baden-Baden

Auch viele Details, die eine Wohlfühlatmosphäre kreieren sollen, hat Daul im Bauentwurf integriert: Tageslichtdurchflutete Räume, ein begehbarer Erlebnisgarten und Wasserflächen sollen einen „Ausgleich zur hektischen Arbeitswelt“ bieten, Schnellladestationen für E-Autos und E-Zweiräder eine umweltfreundliche Mobilität der Arbeitnehmer fördern. Die Landtagsabgeordneten Tobias Wald (CDU) und Hans-Peter Behrens (Grüne) sind sich einig, dass das Projekt den Grundsätzen und Zielen der Landespolitik entspricht und „neue Maßstäbe“ setzt. OB Margret Mergen spricht sich für den Ausbau der Stadt Baden-Baden als Wirtschaftsstandort aus und betont, dass heutzutage mehr als ein „0815-Büro“ gefragt sei.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
28. Juli 2021, 09:30 Uhr
Lesedauer:
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