Baden-Badener Aumatt-Areal soll „Urbanes Gebiet“ werden

Von BT-Redakteur Nico Fricke

Baden-Baden (nof) – Über einen weiteren Schritt zur Realisierung des „Urbanen Gebiets Aumatt“ soll der Bau- und Umlegungsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 11. März, entscheiden.

Baden-Badener Aumatt-Areal soll „Urbanes Gebiet“ werden

Büros und Wohnungen: Der Aumattbereich soll in den nächsten Jahren ein neues Gesicht erhalten. Foto: Harald Holzmann

Auf der Tagesordnung steht der Abschluss eines Städtebaulichen Vertrags. Die Planungen für den neuen Dienstleistungsbereich hatten im vergangenen Jahr schon für einigen Zündstoff gesorgt. Nach langem Ringen um eine Entwicklung des Aumattbereichs als Stadtquartier hat der Gemeinderat dann im Mai 2020 mit recht großer Mehrheit die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens beschlossen und den Planentwurf öffentlich ausgelegt. Der ursprüngliche Plan war dahingehend verändert worden, dass aus einem reinen Gewerbegebietskonzept für das Gebiet zwischen Oosaue und Aumattstraße auch ein 40-prozentiger Wohnungsanteil bei der Neubebauung vorgesehen wurde.

Die Stadt Baden-Baden hatte „zur städtebaulichen Entwicklung und Aufwertung des Areals“ einen städtebaulichen Wettbewerb durchgeführt. Unter der Voraussetzung, dass die MFD GmbH sich an den Kosten der Planung und der Erschließung beteiligt, wurde das Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt. Die MFD GmbH plant die Bebauung ihrer Grundstücke im Gebiet des Bebauungsplans „Urbanes Gebiet Aumatt“ entsprechend des fortentwickelten Wettbewerbs.

Bauherren sollen sich an Kosten beteiligen

Der nun vorliegende Vertrag soll die städtebauliche Qualität sichern und die Kostenbeteiligung der Vertragspartner regeln. Der Vertrag liegt nun zwischen den Parteien abgestimmt und von der MFD GmbH und Herrn Martin Dietrich als den Grundstückseigentümern unterschrieben vor. Auf den Grundstücken der MFD GmbH sollen die Wohn- und Bürogebäude errichtet werden. „Sollte das Grundstück von Herrn Dietrich später neu bebaut werden, muss dies ebenfalls entsprechend der abgestimmten Planung erfolgen“, heißt es in der Vorlage. Zudem sollen sich die Vertragspartner an den Kosten für die Bauleitplanung (35 Prozent) und der Erschließung des Areals beteiligen. Die Verkehrsplaner rechnen mit zusätzlichem Verkehr in Höhe von 12,4 Prozent. Insofern sollen sich die Vertragspartner in dieser Größenordnung (150.000 Euro) an den vorläufig geschätzten Kosten für die Erschließung (1,2 Millionen Euro) beteiligen.