Baden-Badener Ex-OB: Resonanz „hat sehr berührt“

Baden-Baden (hez) – Der frühere Oberbürgermeister Ulrich Wendt berichtet über die Reaktionen auf sein Buch. Er sagt, es sei von ihm eine „schwere Last genommen worden“.

Über viel positive Resonanz auf sein Buch freut sich der frühere Baden-Badner OB Ulrich Wendt. Foto: Henning Zorn

© hez

Über viel positive Resonanz auf sein Buch freut sich der frühere Baden-Badner OB Ulrich Wendt. Foto: Henning Zorn

Mit seinem im vergangenen November erschienenen Buch „Baden-Baden wagen – Ein Jahrzehnt der Entscheidung“ über seine Amtszeit (wir berichteten) hat sich Ex-OB Ulrich Wendt nach eigener Aussage einen großen Wunsch erfüllt. Die Resonanz darauf, so sagte er jetzt im BT-Gespräch, habe ihn und seine Familie „sehr berührt.“

In dem Buch wollte Wendt nicht nur die von ihm vorangetriebene Neuausrichtung Baden-Badens bis hin zur Festspielstadt und zum Wirtschaftsstandort erklären, wobei er auch den Vorhang vor so manchen kommunal- und landespolitischen Abläufen anhob. Es gab noch ein weiteres Ziel: Mit der Rufmordkampagne gegen ihn und seine Familie sollte ein sehr heikles und persönliches Thema angepackt werden.

„Ich wollte damit keine Rache üben oder den Zeigefinger auf jemanden richten“, betont er heute. Aber durch das Schreiben über die damaligen Erfahrungen „ist von uns eine schwere Last genommen worden“. Er sei auch durchaus darauf gefasst gewesen, dass so etwas in Baden-Baden negative Reaktionen auslösen könnte. Doch dies blieb ihm dann erspart. Ulrich Wendt betont: „Mich erreichten rund 250 Briefe, Mails, Whats-App-Nachrichten und Anrufe, die ausnahmslos positiver Natur waren.“

„Eine weithin leuchtende Kulturstadt“

Die erste Buch-Auflage von 500 Exemplaren, so der Ex-Ob, sei unter anderem gezielt an Baden-Baden-Liebhaber und Mäzene aus dem Kreis der Festspielhaus-Familie, aber auch an Mitglieder des damaligen Gemeinderats sowie an die heutige „Stadtregierung“ und die Fraktionsvorsitzenden gegangen.

Gegenüber dem BT fasst der Baden-Badener Kultur- und Sozial-Mäzen Rolf Metzmaier seine Eindrücke von dem Buch so zusammen: „Als Baden-Baden in bleiernem Schlaf versunken war, kam der Visionär Ulrich Wendt und hat mit seiner unbändigen Tatkraft seine Visionen umgesetzt und damit unsere Stadt erst zu dem gemacht, was sie dann geworden ist: Eine weithin leuchtende Kulturstadt! Sein Buch kommt zur richtigen Zeit und sollte unbedingt von allen gelesen werden, die heute an Entscheidungen für die Stadt beteiligt sind!“

Werner Kupper, seinerzeit Testamentsvollstrecker von Herbert von Karajan, schreibt: „Baden-Baden wagen? – Diese Frage kann man heute vorbehaltlos bejahen. Weil Uli Wendt es gewagt hat, steht jetzt in Baden-Baden ein Festspielhaus als – hoffentlich für alle Zukunft – sichtbares und architektonisch höchst erfreuliches Bauwerk, und es bestehen die Festspiele, welche alle übrigen Sinne betören …“

Ulrich Wendt möchte nach Sichtung seiner Unterlagen Kontakt mit dem Stadtarchiv aufnehmen, um eine Übergabe seiner wichtigsten Unterlagen ins Auge zu fassen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Henning Zorn

Zum Artikel

Erstellt:
19. März 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.