Baden-Badener Freibäder öffnen

Baden-Baden (nof) – Die Freibäder haben ab Donnerstag geöffnet: Mit dem Hygienekonzept des vergangenen Jahres ist der Zugang möglich. Hinzu kommt die Pflicht, einen Corona-Test vorzuweisen.

Die Freibadsaison kann beginnen: Das Bertholdbad erwartet die ersten Besucher.  Foto: Nico Fricke

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Die Freibadsaison kann beginnen: Das Bertholdbad erwartet die ersten Besucher. Foto: Nico Fricke

„Wir sind froh, überhaupt öffnen zu dürfen“, sagt Stadtwerke-Chef Helmut Oehler am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Freibad-Konzepts. Und er betont: „Die Testpflicht haben nicht wir uns ausgedacht, sondern sie ist Bestandteil der geltenden Corona-Verordnung des Landes und damit Grundlage für eine Freibad-Öffnung. An diese müssen wir uns halten. Ob es uns Spaß macht oder nicht.“

Wer also in eines der vier Freibäder möchte, „muss einen negativen, zertifizierten, tagesaktuellen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist“, erklärt Thomas Müller, Leiter der Bäderbetriebe. „Sogenannte Selbsttests gelten nicht.“ Ausgenommen von der Regelung sind Geimpfte und von einer Covid-19-Erkrankung Genesene (jeweils mit Nachweis) und „asymptomatische Personen, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.“

In den städtischen Freibädern gelten Hygiene- und Abstandsregeln.  Foto: Nico Fricke

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In den städtischen Freibädern gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Foto: Nico Fricke

Müller und Oehler wissen um den Aufwand, der einem Badbesuch künftig vorausgeht. Sie sind aber guter Hoffnung, dass es in einigen Wochen vielleicht weitere Lockerungen seitens der Landesregierung gibt. „Außerdem haben wir vermutlich viele ältere Stammgäste, die schon doppelt geimpft sind“, schätzt Müller. „Und auch bei jüngeren Jahrgängen geht die Impfquote ja langsam nach oben.“

Neben dem neuen Testnachweis setzen die Stadtwerke auf das Hygienekonzept mit einer Besucherzahlbeschränkung vom vergangenen Sommer. „Da gab es erst viele Skeptiker“, erinnert sich Oehler: „Aber es hat sich schnell eingespielt und nach unserer Einschätzung auch sehr gut funktioniert.“ Für Freibadbesucher bedeutet das, sich zunächst online zu registrieren und sich ein Zeitfenster zu reservieren unter www.stadtwerke-baden-baden.de/schwimmbadreservierung.

After-Work-Schwimmen neu im Programm

Auf vielfachen Wunsch haben die Stadtwerke nun auch ein abendliches Zeitfenster (After-Work-Schwimmen) eingerichtet, „für Menschen, die nach der Arbeit gerne noch ein paar Runden drehen möchten“, so Oehler.

Im Freibad Steinbach können demnach Zeitfenster von 9 bis 12.30 Uhr (200 Personen), 13 bis 17.30 Uhr (200) und von 18 bis 20 Uhr (130) gebucht werden.

Im Hardbergbad gibt es das Frühschwimmen von 10 bis 14 Uhr (600 Personen), das Familienschwimmen von 15 bis 20 Uhr (600) sowie das After-Work-Schwimmen von 18 bis 20 Uhr (100).

Das Bertholdbad empfängt seine Besucher von 7.30 bis 11 Uhr (150 Personen), 12 bis 16 Uhr (150) und von 17 bis 20 Uhr (150).

Das Strandbad Sandweier kann von 10 bis 20 Uhr (1.000 Personen) und zusätzlich von 18 bis 20 Uhr (200) besucht werden.

Zwischenreinigung und Desinfektion

In den Schließzeiten der Freibäder erfolgt eine Zwischenreinigung und Desinfektion. In den Bädern gelten weitere Hygiene- und Abstandsregeln zum Beispiel bei Umkleiden, Duschen und Spinden, sowie Maskenpflicht und markierte Einbahnregelungen in den Ein- und Ausgangsbereichen, um den Begegnungsverkehr zu reduzieren, erläutert Müller das Konzept. „Auch in den Becken gibt es eine Begrenzung, was die Zahl der Badegäste angeht sowie ein Kreisverkehr beim Schwimmen.“

Badegästen, die Schwierigkeiten bei der Online-Reservierung haben, sei das Kundenzentrum der Stadtwerke behilflich, sagt Oehler: „Allerdings muss man dorthin kommen.“

Hallenbad schließt in den Sommerferien

Für den heutigen Eröffnungstag der vier Freibäder rechnet der Stadtwerke-Chef mit Blick auf die Wetterprognosen „noch nicht damit, überrannt zu werden. Aber wir hoffen fest auf einen freibadtauglichen Sommer“.

Das Hallenbad könne in den Sommerferien nicht geöffnet bleiben. „Erstens stehen wie jeden Sommer Reparatur- und Wartungsarbeiten an, zweitens fehlt uns dafür schlichtweg das Personal“, erklärt Oehler. Aber Bäder-Leiter Thomas Müller weckt zumindest Hoffnung auf Schwimmkurse bis zu den Sommerferien im Hallenbad: „Ich stehe mit der DLRG in Kontakt.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
19. Mai 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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