Baden-Badener Tennis-Turnier startet am Sonntag

Baden-Baden (moe) – Das prestigeträchtige „International Senior Open“ startet in Baden-Baden zum 63. Mal, nachdem es 2020 wegen Corona ausgefallen ist. Ab Montag heißt es wieder Spiel, Satz und Sieg.

Einer der Titelverteidiger: Bei der bis dato letzten Ausgabe gewinnt Matthias Hahn die Konkurrenz bei den Männern 40. Nun nimmt er einen neuen Anlauf. Foto: Frank Seiter

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Einer der Titelverteidiger: Bei der bis dato letzten Ausgabe gewinnt Matthias Hahn die Konkurrenz bei den Männern 40. Nun nimmt er einen neuen Anlauf. Foto: Frank Seiter

Was die Church Road für London ist, ist die Lichtentaler Allee für Baden-Baden: An beiden Orten trifft großes Tennis auf besonderes Ambiente. Zugegeben, die Anlage an der Oos kann man mit dem Mekka des gelben Filzballs nicht wirklich vergleichen, 2020 jedoch teilten der TC Rot-Weiss Baden-Baden und der „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ dasselbe Schicksal.

Wegen Corona mussten sowohl der Grand Slam in Wimbledon als auch das prestigeträchtige Seniorenturnier in der Kurstadt abgesagt werden. In diesem Sommer allerdings hieß es im Londoner Südwesten „Game, Set, Match“ – und auch auf Sand in Baden-Baden wird wieder aufgeschlagen: Von Montag bis zum nächsten Sonntag geht es bei der 63. Auflage der International Senior Open um Spiel, Satz und Sieg.

Corona bleibt eine Sorge

„Ich freue mich drauf“, sagt Ellen Fischer, „und hoffe, dass alles gut läuft.“ Dafür sorgt die Turnierdirektorin freilich seit einigen Wochen höchst selbst. Ganz so leicht ist das angesichts der nach wie vor volatilen Pandemie-Lage indes nicht, die umtriebige Funktionärin spricht gar von einer „ziemlichen Herausforderung“. Täglich geht der Blick auf die Inzidenzen, doch – Stand jetzt – steht spannenden Duellen nichts im Weg.

Neu ist in diesem Jahr neben dem Termin – 2022 soll wieder wie gewohnt rund um Pfingsten aufgeschlagen werden – der Name: Aus den „European Senior Open“ sind die „International Senior Open“ geworden. Diese dauerhafte Umfirmierung geht auf eine Entscheidung des Tennisweltverbands, der International Tennis Federation, zurück. Zu Baden-Baden passt der neue Zusatz ohnehin viel besser. „Wir hatten schon immer sehr viele Spieler nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus Übersee zu Gast“, erklärt Fischer.

Weil Reisen über verschiedene Kontinente aufgrund der Pandemie nach wie vor äußerst schwierig und teilweise mit erheblichen Restriktionen behaftet sind, sind laut Fischer in diesem Jahr etwas weniger „Overseas“ in den Meldelisten zu finden. Auch insgesamt drückt Corona die Teilnehmerzahl etwas nach unten, doch die Turnierdirektorin ist „sehr zufrieden mit dem Meldeverhalten. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so viele bekommen“, betont Fischer. Und in der Tat: Beim Blick auf die Nationalitäten der Teilnehmer offenbart sich ein illustres Feld mit Cracks aus Australien, Frankreich, Zypern, Schweiz, Kroatien, USA, Luxemburg, Österreich, Tschechien, Großbritannien, Kanada, Spanien, Israel, Chile und Uruguay.

Altersklassen 30 bis 85

Aber auch für das nötige Lokalkolorit ist gesorgt: Beispielsweise geht Rot-Weiss-Lokalmatador Teo Jägersberg im Wettbewerb der M 50 – gespielt wird in den Altersklassen 30 bis 85 – an den Start. Nicht zu vergessen der nicht wegzudenkende Horst Hätti vom TC Blau-Gold Rastatt. Der versierte Routinier hat die bis dato letzte Auflage 2019 in seiner Altersklasse M 80 gewonnen. Ohnehin sind heuer wieder einige Titelverteidiger am Start: Sonja Vogt (W 35), Susi Fortun (W 40), Anke Wurst (W 50), Dorothea Foks (W 60), Reinhilde Adams (W 65), Heide Orth (W 75), Matthias Schramm (M 35), Matthias Hahn (M 40) und Peter Adrigan (M 75).

In Corona-Zeiten wird bekanntlich Abstand gepredigt. Das heißt allerdings nicht, dass man in schwierigen Zeiten nicht näher zusammenrücken darf – zumindest im übertragenen Sinn. Denn wie in den vergangenen Jahren wird der TC Rot-Weiss von den Nachbarvereinen Blau-Weiß und Grün-Weiss bei der Platzlogistik unterstützt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn

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Erstellt:
7. August 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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