Baden-Badener Theater weckt Musik der Vergangenheit

Baden-Baden (sga) – „Die Suche nach dem verlorenen Musical“ feiert am Baden-Badener Theater am Samstag, 25. September, Premiere. Das Stück vereint Musik der vergangenen 17 Jahre auf der Bühne.

Haben gemeinsam im Archiv des Theaters nach musikalischen Höhepunkten gesucht: Ingmar Otto, Michael Laricchia, Kekke Schmidt und Hans-Georg Wilhelm (von links). Foto: Sarah Gallenberger

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Haben gemeinsam im Archiv des Theaters nach musikalischen Höhepunkten gesucht: Ingmar Otto, Michael Laricchia, Kekke Schmidt und Hans-Georg Wilhelm (von links). Foto: Sarah Gallenberger

Ingmar Otto und Michael Laricchia haben sich vorher kaum gekannt, aber als Team dann doch gut funktioniert. Gemeinsam verfassten sie „Die Suche nach dem verlorenen Musical“ – eine Hommage an die schauspielerische Musik und eine Revue, die einige Stücke der vergangenen 17 Jahre zurück auf die Bühne bringt.

Weil ein großes Musical in diesen Zeiten „leider nicht möglich“ ist, habe sich Chefdramaturgin Kekke Schmidt sehr über die Alternative gefreut, die der damals noch im Theater tätige Sebastian Brummer vorgeschlagen hatte. Was als Idee begann, wird zur Premiere am Samstag, 25. September, nun endlich zu sehen sein.

Einfach war der Weg dorthin jedoch nicht, „wir befinden uns schon in der dritten Endprobenphase“, weiß Schmidt. Das erste Mal habe sich das Ensemble im Dezember, coronabedingt dann aber doch zu Ostern und letztlich in diesem September auf die Vorstellungen vorbereitet.

Parallelen zur Pandemie lassen sich ziehen

Das passt auch ganz gut zum Thema des Stücks. Denn auch, wenn laut Otto und Laricchia die Pandemie nicht Teil der Geschichte ist, lasse sich durchaus eine Parallele ziehen. Denn was macht ein Musical-Abhängiger, wenn das Theater schon seit Ewigkeiten geschlossen ist und er unter Entzugserscheinungen leidet? Er besorgt sich den Stoff, aus dem seine Träume sind, indem er sich ins leere Theater schleicht und jeden, den er dort trifft überredet, für ihn zu singen. Und siehe da: Bühnenarbeiter und Reinigungskräfte verwandeln sich vor seinen Augen plötzlich in Musicalstars.

Für Otto ergibt die Thematik auch deshalb Sinn, weil er in den vergangenen Monaten gemerkt habe, dass „auch die Menschen hinter der Bühne“ für die Stücke systemrelevant seien und deshalb eine wichtige Rolle spielen, denn „Theater ist Teamarbeit“ – in der Wirklichkeit, aber eben auch in „Die Suche nach dem verlorenen Musical“.

Für die musikalische Leitung ist Hans-Georg Wilhelm verantwortlich, der Evergreens wie „Wer wäre gerne Millionär“ oder „I wanna be loved by you“ zurück auf die Bühne holt. Mit Klassikern wie „Manche mögen’s heiß“, „Der kleine Horrorladen“, „Letzter Vorhang“ oder „Lucky Stiff“ lindert der Mann in „Die Suche nach dem verlorenen Musical“ seine Sehnsucht, indem er das Publikum mit auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt und das fünfköpfige Ensemble dabei schwungvolle Musik spielen lässt.

Da die Sitzkapazität im Theater auf knapp 180 gestiegen ist, gibt es für die Premiere am Samstag noch Karten.

www.theater-baden-baden.de

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
22. September 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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