Baden-Badener Therme: Sanierung soll 2022 starten

Baden-Baden (hol) – Die Baden-Badener Therme ist in die Jahre gekommen – nun ist eine Renovierung in Sicht. 2,8 Millionen Euro hat das Land für das Projekt in den Etatentwurf aufgenommen.

Die Zeichen stehen auf Grün: Die groß angelegte Sanierung soll das Gesicht der Therme verändern. Foto: Willi Walter

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Die Zeichen stehen auf Grün: Die groß angelegte Sanierung soll das Gesicht der Therme verändern. Foto: Willi Walter

Die Arbeiten für die groß angelegte Renovierung und die Erweiterung der Caracalla-Therme können wahrscheinlich im kommenden Jahr starten. Das Land hat eine Planungsrate in Höhe von 2,8 Millionen Euro in den Etatentwurf für 2022 für das Projekt aufgenommen.

Sie hätten sich gemeinsam dafür stark gemacht, dass dieses Projekt nicht weiter geschoben wird, sagten die beiden Landtagsabgeordneten Tobias Wald (CDU) und Hans-Peter Behrens (Grüne) kürzlich im Gespräch mit dem BT. Und das mit Erfolg: Im Entwurf für den Etat 2022 der Landesregierung sei das Projekt aufgenommen worden. CDU und Grüne seien einverstanden. Damit könne das vor Jahren vorgelegte Konzept „Sanierung plus“ für das Thermalbad endlich umgesetzt werden.

Die Therme ist in die Jahre gekommen. Das gelte einerseits für die Technik aus dem Jahr 1984, sagt Wald, andererseits aber auch für die Attraktivität des Angebots allgemein. „Um die Besucherzahlen zu steigern, müssen neue Becken und neue Erlebnisse her“, so der Abgeordnete. Der Kollege von den Grünen ist der gleichen Meinung. Bei den anstehenden Arbeiten müsse es um eine Sanierung und Attraktivitätssteigerung zugleich gehen, sagt Behrens.

Bereits 2016 hat der Betreiber der Therme, die Carasana, gemeinsam mit der Bäder- und Kurverwaltung (BKV) bei der Landesregierung einen Masterplan für die Sanierung der Therme vorgelegt. Das Papier sieht den Bau einer Panorama-Sauna, einen Erweiterungsbau, einen völlig neu strukturierten Umkleidebereich und eine Vergrößerung des Außenbereichs mit einem neuen Sportbecken für Schwimmer und einem Kaltwasserbecken vor. Der Masterplan war jedoch in Stuttgart in einer Schublade gelandet.

Sanierungsbedarf auch am Friedrichsbad

Tobias Wald hatte in den zurückliegenden Jahren mehrfach darauf gedrängt, dass die Landesregierung sich des Themas endlich annimmt. Jetzt stehen die Zeichen endlich auf Grün, wie Wald und Behrens sagen.

Insgesamt wird der Umbau der Caracalla-Therme laut dem vorgelegten Masterplan etwa 40 Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten werden sich über bis zu zehn Jahre erstrecken. Es werde sicherlich nicht immer möglich sein, die Arbeiten im laufenden Betrieb durchzuführen, sagt Wald. Wichtig sei es aber, dass die Arbeiten möglichst schnell durchgezogen würden, sagen die beiden Abgeordneten. „Fünf Jahre“ wäre laut Behrens eine akzeptable Bauzeit.

Wünschenswert wäre es zudem, so betonen die beiden Abgeordneten, wenn man zeitgleich auch eine Sanierung des Friedrichsbades angehen würde. Dieses Projekt scheint derzeit aber noch Zukunftsmusik zu sein.

Ihr Autor

BT-Redakteur Harald Holzmann

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Erstellt:
8. Oktober 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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