Baden-Badener und Gaggenauer laufen für guten Zweck

Baden-Baden (ans) – 300 Kilometer in 30 Tagen für den guten Zweck joggen. Dieser Herausforderung stellen sich Dejan Stefanovic aus Baden-Baden und Fahri Tekin aus Gaggenau - und sammeln so Spenden.

Freudig gestimmt: Dejan Stefanovic und Fahri Tekin geben Daumen nach oben. Foto: Anna Strobel

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Freudig gestimmt: Dejan Stefanovic und Fahri Tekin geben Daumen nach oben. Foto: Anna Strobel

Das gesammelte Spendengeld aus ihren Benefizläufen wollen die befreundeten Fußballspieler dem Caritasverband in Baden-Baden zur Verfügung stellen.

Angefangen hatte alles mit einem Gespräch zwischen zwei Freunden auf dem Sportplatz des VFB Gaggenau. Stefanovic und Tekin diskutierten dort darüber, wie man sich besser fit halten könnte. Die Antwort war schnell gefunden: gemeinsam Joggen gehen.

Inspiriert wurden die beiden Sportler durch Tekins Onkel, der in Köln wohnt und jeden Monat Geld nach Ghana spendet. Genau dieses Familienmitglied hatte Tekin bereits zuvor schon mal dazu ermutigt, einen dreißigtägigen Benefizlauf zu starten. Für jeden geschafften Tag legte er einen Euro zu Spendenzwecken für seinen Neffen zur Seite. „Die Abmachung damals galt aber nur zwischen meinem Onkel und mir“, erklärte der Gaggenauer. Mit seinem Freund Dejan im Boot, der hauptverantwortlich den Spendenaufruf über Instagram abwickelt, sollten noch mehr Menschen für die Aktion begeistert werden.

Die Entscheidung, die gesammelten Spenden dem Caritasverband Baden-Baden zukommen zu lassen, sei ihnen leichtgefallen, so Stefanovic. Nach gründlicher Recherche sei ihm klar gewesen, dass das Geld dort in den richtigen Händen sei und die Grundsätze der Caritas in Bezug auf Nächstenliebe zu seinen eigenen Überzeugungen passen. Außerdem wollten sich die beiden ohnehin für ihre Gegend engagieren, erzählt der Kurstädter im BT-Gespräch.

Am Anfang quälte noch der Muskelkater

Bisher seien 690 Euro an Hilfsgeldern zusammengekommen. „Das ursprüngliche Spendenziel von 300 Euro haben wir schon am zweiten Tag überschritten“, freut sich Stefanovic. Anfangs habe er nicht mit viel Beteiligung an der Aktion gerechnet, verrät der 23-Jährige. Die größte Freude bereite ihm neben der enormen Hilfsbereitschaft, die Anerkennung und Wertschätzung, die er von Freunden und Familie in den vergangenen Wochen erfahren habe.

Die ersten vier Tage habe er schon Muskelkater gehabt, doch der habe sich inzwischen vollständig verflüchtigt, gibt Tekin zu. „Wenn man morgens schon acht Kilometer gelaufen ist und dann bei einem Fußballspiel noch mal elf Kilometer dazukommen, das spürt man am nächsten Tag schon in den Beinen“, schmunzelt der Gaggenauer. Bisher seien sie nur eine Strecke doppelt gelaufen. Unterwegs sind die Sportler in einer flotten Durchschnittsgeschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern.

In ihren Instagram-Storys posten die Freunde regelmäßig kurze Videos und Screenshots ihrer Laufstrecken und halten so ihre Abonnenten täglich auf dem Laufenden. Dort veröffentlichen sie auf freiwilliger Basis die Namen der Spender zusammen mit einer kurzen Danksagung an diese. Sportliche Ziele betreffend wissen beide genau, einen Marathon wollen sie noch bewältigen, am liebsten zusammen.

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Erstellt:
12. Oktober 2020, 14:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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