Baden-Badenerin überzeugt bei Speaker Slam

Baden-Baden (sr) – Die aus Baden-Baden stammende Psychologin Corinna Spaeth hat kürzlich eine Trophäe als Rednerin beim Internationalen Speaker Slam in Rheinland-Pfalz gewonnen.

Corinna Spaeth nimmt den Excellence Award entgegen. Foto: Schmid/privat

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Corinna Spaeth nimmt den Excellence Award entgegen. Foto: Schmid/privat

Dass gute Redner ihr Anliegen überzeugender rüberbringen als mittelmäßige, kann man tagtäglich in der Politik miterleben. Dabei ist es kein unabänderliches Schicksal, ob man als Redner ernst- und wahrgenommen wird – es ist auch ein Talent, das man pflegen muss und ausbauen kann. Dafür gibt es zahlreiche Ratgeberbücher und Kurse, die mehr oder weniger erfolgreich ihre Dienste auf dem Markt anbieten. Die aus Baden-Baden stammende Diplom-Psychologin Corinna Spaeth hat kürzlich eine Trophäe als Rednerin gewonnen, den Excellence Award im Internationalen Speaker Slam in Rheinland-Pfalz. Das ist ein Rednerwettstreit, in dem jeder über ein persönliches Thema referiert. Gerade noch rechtzeitig, bevor Corona auch diese Veranstaltungen auf längere Zeit infrage stellen konnte, trafen sich 77 internationale Speaker zu einem Wettstreit, bei dem in exakt vier Minuten alles gesagt sein muss. Danach wird das Mikrofon einfach abgestellt.

Redetalent im Beruf entdeckt

Corinna Spaeth hat ihr Redetalent im Beruf entdeckt, als selbstständige Unternehmensberaterin gehört das zu ihrem Alltag. Außerdem hat sie sich auf rhetorischem Gebiet weitergebildet, bei Hermann Scherer, der viele Bücher über die erfolgreiche Selbstvermarktung und -optimierung geschrieben und den Speaker Slam ins Leben gerufen hat. Beim Rednerwettstreit wird der Vortrag von einer Expertenjury bewertet, dabei geht es auch „um Emotionalität, um Gänsehautmomente“, um den richtigen Aufbau des Themas und das perfekte Timing. „Dazu braucht man gute Nerven, der Wettstreit ist eine aufreibende Sache unter hohem Zeitdruck, er erfordert exakte Vorbereitung“ erklärt Corinna Spaeth im BT-Gespräch. Für das Finale hatte sie sich zunächst bei einer Silence Speaker Battle qualifiziert – dabei schaltet sich das Publikum per Kopfhörer bei diversen Rednern ein und signalisiert durch Farbwechsel der Kopfhörer, wem es gerade zuhört. „Als ich gesehen habe, dass im Publikum meine Farbe überwiegt, war das ein ganz toller Moment. Ich habe gespürt, dass ich mich mit dem Publikum verbinden kann“, beschreibt Corinna Spaeth ihre Gefühle. In ihrem Vortrag verbindet sie ihr berufliches Wissen mit persönlicher Erfahrung – diese individuelle Färbung scheint ihr auch sehr wichtig für die Wirkung einer Rede.

Corona-Pandemie lässt viele Träume platzen

Als Unternehmensberaterin erlebt sie gerade jetzt in der Corona-Pandemie, dass viele Träume platzen und Unternehmen in Existenznöte geraten. Wie man mit Krisen umgeht und „was Menschen in solchen Situationen unbesiegbar macht“, ist ihr ureigenes Thema. Damit hat sie auch beim Rednerwettstreit Publikum und Jury für sich gewonnen. Corinna Spaeth greift dabei auch auf eigene Erfahrungen zurück, sie selbst habe einige Probleme bewältigen müssen und daraus Lehren gezogen, die sie verallgemeinern kann: „Es ist mein Herzensthema: Wie geht man mit der eigenen Energie um, wie vermeidet man einen Burnout, wie erreicht man Resilienz.“ Sie will mit ihrer Rede zu diesem Themenkreis anderen Menschen helfen, die Zukunft zu gestalten.

„Coole Wortkünstlerin voller Power“

Ihr Talent wurde beim Speaker Slam – der auch vom SWR-Fernsehen für die Sendung „Made in Südwest“ aufgezeichnet wurde – vielfach herausgehoben. Bestsellerautor Hermann Scherer bezeichnete die Gewinnerin als „coole Wortkünstlerin, die mit voller Power, Kraft und enormer Energie alles für ihr Publikum auf der Bühne gibt.“ Sie könne problemlos auch einen Saal mit 2.000 Menschen begeistern, wurde ihr prophezeit. Solche Herausforderungen will sie gelassen auf sich zukommen lassen. Sie achtet auf Balance, erholt sich in der Natur, treibt Sport, Yoga, meditiert und achtet auf gesunde Ernährung. „Die Ansicht, dass ich unkaputtbar bin, habe ich hinter mir gelassen. Was ich kann, tue ich, und das ist genug.“

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Erstellt:
5. November 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 48sec

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