Baden Rhinos erarbeiten Hygienekonzept

Hügelsheim (mi) – Anfang Oktober soll es in der Baden-Airpark-Arena wieder rasant zur Sache gehen, wenn die Eishockey-Regionalliga startet. Die Baden Rhinos haben ein Hygienekonzept erstellt.

Hat ein elfseitiges Hygienekonzept erarbeitet, das noch überarbeitet wird: Sportdirektor Pascal Winkel (Mitte). Foto: Frank Seiter/Archiv

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Hat ein elfseitiges Hygienekonzept erarbeitet, das noch überarbeitet wird: Sportdirektor Pascal Winkel (Mitte). Foto: Frank Seiter/Archiv

Pascal Winkel ist ein ruhiger, besonnener Mensch. Das Gegenteil von einem Lautsprecher. Diese Charaktereigenschaft des Sportdirektors könnte dem Eishockey-Regionalligisten ESC Hügelsheim zugutekommen, wenn in Bälde die Entscheidung des Gesundheitsamtes ansteht, ob das von ihm ausgearbeitete Hygienekonzept tatsächlich abgesegnet wird, sodass die Eishockey-Cracks wie geplant Anfang Oktober in die neue Punkterunde starten können.

Im stillen Kämmerlein hat Winkel in den vergangenen Wochen ein elfseitiges Konzept zusammengestellt, das laut Baden-Rhinos-Vorstand Peter Seywald „herausragend“ ist. Die Aufgabe ist durchaus anspruchsvoll, da es sich am Baden-Airpark um eine aus Zeiten der einst dort stationierten Kanadier sehr betagte Halle handelt, in der die Kabinen äußerst klein sind und zudem nahezu fensterlos. Die Baden-Airpark-Arena wird vom Verein in Eigenregie betrieben.

Laut Verordnung vom Stand 1. Juli ist bekannt, dass in Baden-Württemberg bis 31. Oktober nur Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt sind. Und die Zuschauer sind in der Regionalliga ebenso wie in der Eliteklasse DEL existenziell wichtig für jeden Eishockey-Verein. Ohne sie geht gar nichts. „Bei uns ist es zum Glück nicht so extrem wie in der DEL“, sagt Winkel.

Termin mit dem Ordnungsamt

In der vergangenen Woche hatten er und Seywald einen Ortstermin im Eisstadion mit dem zuständigen Ordnungsamt und Hügelsheims Bürgermeister Rainer Dehmelt. „Wir haben erläutert, was wir vorhaben. Man lässt uns nicht im Regen stehen. Es gibt Personen, die uns wohl gesonnen sind“, sagt Winkel. Klar ist nach der Unterredung, dass Winkel, auf gut Deutsch das Mädchen für alles im Verein, sein Konzept in einigen Punkten anpasst und überarbeitet.

„Oberste Prämisse ist für uns der Abstand von mindestens 1,50 Metern. So kriegen wir natürlich keine 500 Zuschauer in die Halle, aber wir sind dann auf einem Weg, der in Ordnung für uns ist.“ Von den rund 120 verfügbaren Sitzplätzen würde dann jeder zweite oder dritte – wegen Abstandsregel – benutzt werden können. Klar ist bereits, dass nur personalisierte Tickets angeboten werden können, also über den reinen Online-Verkauf die Kontaktverfolgung mit Adresse und Telefonnummer gewährleistet ist.

Auch geht Winkel davon aus, dass der Plan mit separaten Ein- und Ausgängen für die Zuschauer und Spieler „umsetzbar“ ist. Nicht zuletzt wird auch die ausreichende Be- und Entlüftung in der engen Halle ein wichtiges Kriterium beim entscheidenden und noch nicht terminierten Treffen mit dem lokalen Gesundheitsamt sein. Winkel: „Die Rahmenbedingungen sind zu akzeptieren. Wir werden uns finanziell künftig strecken müssen.“

Fix ist bereits der Termin für die Eisbereitung am 21. September, die dem zehnjährigen Verein Kosten von rund 20 000 Euro verursacht. Auch wurden bereits die Eishallen in Pforzheim und Freiburg für Trainingseinheiten gebucht, ehe Anfang Oktober erstmals zu Hause trainiert werden soll. Kurz danach soll das erste Bully um Punkte vonstatten gehen. Nicht nur in Hügelsheim, auch bei den acht anderen Vereinen, ohne die eine Regionalliga-Saison nicht stattfinden kann. Fragen bleiben. Hauptschiedsrichter sind in diesem Jahr die Gesundheitsämter.


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