Badischer Hof: OB Mergen begutachtet Brandschäden

Baden-Baden (sre) – OB Margret Mergen war gemeinsam mit Denkmalschützern im Badischen Hof in Baden-Baden, um sich ein Bild von den Schäden zu machen. In dem Hotel hat es kürzlich gebrannt.

Margret Mergen begutachtet mit Vertretern des Eigentümers und mit Denkmalschützern die Schäden. Foto: Mareike Sturhahn

© pr

Margret Mergen begutachtet mit Vertretern des Eigentümers und mit Denkmalschützern die Schäden. Foto: Mareike Sturhahn

„Nach der ersten Sichtung kann das Gebäude voraussichtlich gehalten und wieder instand gesetzt werden“: Das teilte die Baden-Badener Stadtverwaltung am Freitag in Bezug auf den Zustand des Badischen Hofs mit. Dieser war nach dem Dachstuhlbrand in der vergangenen Woche zuletzt von Statikern als einsturzgefährdet eingestuft worden.

Inzwischen hat sich laut der Mitteilung Oberbürgermeisterin Margret Mergen gemeinsam mit Hoteldirektor Benjamin Eichner ein Bild von den Brandschäden gemacht. Begleitet wurde die Oberbürgermeisterin von Marie Schneider vom Landesamt für Denkmalpflege, von Nicole Schreiber von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadtverwaltung sowie von Vertretern des Eigentümers.

Vonseiten der Betreibergruppe des Traditionshauses, der Kette „Precise Hotels and Resorts“, wurde am Freitag auf Nachfrage nicht zum Zustand des Hauses oder zum Stand der Dinge Stellung genommen. Doch der Stadtverwaltung zufolge sind die Schäden im Traditionshotel enorm. „Die Stadt hat größtes Interesse an einer möglichst raschen Sanierung des für Baden-Baden so wichtigen und traditionsreichen Hotels mit seiner außergewöhnlichen Architektur“, wird OB Mergen in der Mitteilung zitiert. Sie freue sich zudem sehr, „dass der Eigentümer der Precise Hotels & Resorts Group, Ron Ben Haim, so schnell und zielführend bereits jetzt schon die ersten Schritte eingeleitet hat, um den Badischen Hof wieder herzurichten.“

Verdacht auf Brandstiftung: Polizei ermittelt

Zunächst müssten die Statiker prüfen, ob das Gebäude für weitere Maßnahmen freigegeben werden kann, schreibt die Stadtverwaltung weiter. „Dazu gehören beispielsweise die Demontage und Entsorgung der brandgeschädigten Einbauten, wie Teppichböden und Mobiliar. In einem zweiten Schritt hat die Trocknung des Gebäudes zu erfolgen.“

Die Ermittlungen der Polizei dauern unterdessen an, wie Polizeisprecher Yannik Hilger am Freitag erläuterte. Dies werde vermutlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie berichtet, bestand schnell der Verdacht der Brandstiftung, weil das Feuer an zwei unterschiedlichen Stellen im Gebäude ausgebrochen war. „Einen konkreten Tatverdacht gibt es bislang nicht“, sagte Hilger am Freitag allerdings. „Die Beamten des Kriminalkommissariats Rastatt gehen in diesem Zusammenhang verschiedenen Ermittlungsansätzen nach.“ Beim Kriminalkommissariat wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Fall befasst.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

Zum Artikel

Erstellt:
11. September 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 02sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.