Badischer Tennisverband hält (noch) an Medenrunde fest

Leimen (moe) – Laut Bezirks-Sportwart Christian Wagner wollen 40 Prozent der Tennis-Teams nicht an der Medenrunde teilnehmen, dennoch erstellt er gerade die Spielpläne und hofft, dass er „sie nicht für die Tonne produziere.“

Kommen die Bälle zum Einsatz? Foto: Reaves/Getty Images/AFP

© AFP

Kommen die Bälle zum Einsatz? Foto: Reaves/Getty Images/AFP

Gibt es eine Medenrunde oder nicht? Diese Frage treibt die Vereine im Bereich des Badischen Tennisverbands (BTV) seit Wochen um. Eine trennscharfe Antwort auf diese Frage gibt es indes noch nicht, in Leimen spielt man weiter auf Zeit – und verweist auf mögliche Lockerungen der Corona-Verordnungen, die, so die Hoffnung des BTV, ab dem 15. Juni in Kraft treten könnten. „Das ist unser Stichtag“, heißt es aus der Verbandszentrale.

Sollten neue Regelungen der Landesregierung den Mannschaftsspielbetrieb in einem von drei dezidierten Punkten einschränken, heißt es auf der Homepage des BTV, „wird der Spielbetrieb abgesagt“. Konkrete Ausschlusskriterien sind ein Verbot des Mannschaftsspielbetriebs, ein generelles Verbot der Nutzung von Umkleidekabinen und Duschen sowie ein generelles Verbot des Aufenthalts auf einer Tennisanlage außerhalb des Spielens, etwa während der Spielpausen. Vor allem die Nutzung der Umkleidekabinen und Duschen dürfte sich diesbezüglich als Knackpunkt erweisen. Ein Lichtblick: Seit Donnerstag sind, wie lange gefordert, Doppelspiele wieder erlaubt.

Trotz der unklaren Situation wird in den vier badischen Bezirken emsig an der Erstellung der Spielpläne gearbeitet, diese sollen bis Montag vorliegen. Im Bezirk Mittelbaden puzzelt Sportwart Christian Wagner an den Plänen – und hofft inständig, „dass ich sie nicht für die Tonne produziere“.

Sollte nach dem Ende der Pfingstferien tatsächlich auf Wettbewerbsniveau um Spiel, Satz und Sieg gekämpft werden, wird das wenig mit dem bis dato bekannten Spielbetrieb zu tun haben. Das liegt auch daran, dass der Verband bereits vor Wochen Auf- und Abstieg in den einzelnen Ligen aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt hat. Noch eklatanter: Von den 840 Mannschaften im Erwachsenenbereich haben laut Wagner 40 Prozent ihre Teams abgemeldet.

Zum Artikel

Erstellt:
5. Juni 2020, 19:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.