Bäckerinnungen: Fusion vollzogen

Baden-Baden (vgk) – Zum 1. Januar 2022 wird die Bäckerinnung Mittelbaden ihre Arbeit aufnehmen. Dann wird Oliver Baum der neue Obermeister und Ulrich Bähr sein Stellvertreter sein.

Ehrung (von links): Landesinnungsmeister Fritz Trefzger, Ehrenobermeister Horst Ziegler und Obermeister der Innung Mittelbaden, Oliver Braun. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Ehrung (von links): Landesinnungsmeister Fritz Trefzger, Ehrenobermeister Horst Ziegler und Obermeister der Innung Mittelbaden, Oliver Braun. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Die Beschlüsse waren schnell gefasst. Zum 1. Januar des kommenden Jahres sind die Bäckerinnungen Baden-Baden/Murgtal/Bühl sowie Rastatt und Umgebung Geschichte. An diesem Tag wird die Bäckerinnung Mittelbaden ihre Arbeit aufnehmen. Die Abstimmung in den Gremien erfolgte einvernehmlich.

Der seit 1982 amtierende Obermeister der Bäckerinnung Rastatt und Umgebung, Horst Ziegler, wurde zum Ehrenobermeister ernannt. „Es war mir eine Ehre der Bäckerinnung vorzustehen“, sagte Ziegler.

Die Mitglieder der jeweiligen Bäckerinnungen hatten am Dienstag gleich drei Sitzungen zu absolvieren, um die Fusion in formale Beschlüsse zu gießen und einen Vorstand zu wählen. Die Innungsmitglieder der neu geschaffenen Vertretung sprachen sich einstimmig für Oliver Braun als Obermeister und für Ulrich Bähr als seinen Stellvertreter aus. Die Vorstandsrunde komplettieren in den kommenden vier Jahre die Beisitzer Rainer Fritz, Norbert Kronimus, Olaf Rechter und Michael Schröder. Innungsgeschäftsführerin ist weiterhin Sabine Markowski.

„Entwickeln Sie die Pflänzchen weiter“

„Ich freue mich, dass sie diesen Schritt gewagt haben, die Zusammenführung ist ein Signal“, gratulierte Landesinnungsmeister Fritz Trefzger im Rahmen seines Grußwortes. „Nehmen Sie die Herausforderung an und entwickeln sie das Pflänzchen weiter“, meinte auch der Direktor der BÄKO-Mittelbaden, Jochen Knorpp. Die Glückwünsche der Louis-Lepoix-Schulleitung überbrachte Berufsschullehrerin Ursula Sterzbach. Nach Homeschooling und Online-Unterricht wünsche sie sich nun ein ganz normales Unterrichtsjahr.

Das Gremium hatte zudem über den Haushalt 2022 sowie über die Innungsgebührensätze zu entscheiden. Demgemäß beträgt der Grundbeitrag Innung zukünftig 700 Euro. Unverändert bleiben die Prüfungsgebühren (Zwischenprüfung 145 Euro und Gesellenprüfung 200 Euro) ebenso wie die Entschädigung für die Kassenprüfer (20 Euro) und die Gebühren für die Brotprüfung mit 23 Euro pro Probe.

Im Anschluss an die Formalien informierte Ute Sagebiel-Hannich unter anderem über die Verwendung von Einweg- und Mehrwegverpackungen, über neue Leitsätze für Brot und Kleingebäck sowie das elektronische Berichtsheft im Bäckereihandwerk. Betriebsberater Thomas Backentos referierte über Erkenntnisse aus der Corona-Krise. Wie die Innung bekannt gab, sank im vergangenen Jahr der deutschlandweite Umsatz in der Branche von 15,22 auf 14,45 Mrd. Euro. Vor allem Betriebe an stark frequentierten Orten wie Flughäfen und Bahnhöfen, mussten erhebliche Einbußen hinnehmen.

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Erstellt:
30. September 2021, 12:00 Uhr
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