Bäder im Murgtal behalten Temperatur bei

Gaggenau/Gernsbach (kos) – Schwimmbadfreunde müssen im Murgtal wohl keine sibirische Kälte in Bezug auf die Wassertemperaturen fürchten. Überall soll diese bleiben, wie sie war.

Eine Absenkung der Wassertemperaturen um zwei Grad schließt Rotherma-Geschäftsführer Jörg Zimmer nicht nur im Saunapark kategorisch aus. Foto: pr

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Eine Absenkung der Wassertemperaturen um zwei Grad schließt Rotherma-Geschäftsführer Jörg Zimmer nicht nur im Saunapark kategorisch aus. Foto: pr

Der Ukraine-Krieg und die befürchtete Energieknappheit drängen auch im Spaßbad zum Nachdenken. Nachdem der Bäderverband jüngst empfohlen hat, die Temperaturen in den Wasserbecken um zwei Grad Celsius zu senken, müssen Bäderbetriebe und Stadtwerke nun abwägen. Im Murgtal müssen Schwimmer nach aktuellem Stand noch keine sibirische Kälte wegen des russischen Angriffs fürchten und fröstelnd durchs Becken kraulen. Weder in Gaggenau noch in Gernsbach sind derzeit Temperaturabsenkungen geplant.

Judith Feuerer, Stadtpressesprecherin von Gaggenau, informiert, dass für das Murgana-Hallenbad dieses Thema noch nicht akut sei, da es ab 18. Mai in die Sommerpause geht. Für das Waldseebad stelle sich die Frage allein deswegen nicht, weil es sich um ein Freibad handelt.

„Dann könnten wir das Rotherma schließen“

Jörg Zimmer, Geschäftsführer des Rotherma, erklärt, dass Energie über andere Wege eingespart werden müsse. Etwa durch die Abdeckung von Außenbecken und die Umstellung auf LED-Leuchten. Die Wassertemperatur werde aber wegen der therapeutischen Notwendigkeit nicht gesenkt. „Dann könnten wir das Rotherma auch schließen“, stellt Zimmer fest.

In Gernsbach werden örtliche Freibäder (das Igelbachbad sowie die Bäder in Reichental und Obertsrot) über eigene Solaranlagen erwärmt, erklärt Sean Brent, Leiter der Gernsbacher Stadtwerke, auf Nachfrage. Im Lautenbacher Freibad gebe es zudem keine Anlage für Beckenerwärmung. Er betont, dass die Stadt „also in dieser Sache unabhängig von fossilen Energieträgern“ sei.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

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Erstellt:
9. Mai 2022, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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